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Neuberufungen 2020

Prof. Dr. Alexander Radbruch

Prof. Alexander Radbruch leitet neue Klinik für Neuroradiologie des Universitätsklinikums Bonn

200514_Radbruch_ Katharina Wislsperger-UKB.jpegProf. Dr. Alexander Radbruch leitet jetzt die Klinik für Neuroradiologie als neuen eigenständigen Bereich im Universitätsklinikum Bonn. Der 43-jährige Spezialist für Hirntumore forscht zu kontrastmittelfreien Verfahren mittels Künstlicher Intelligenz (KI) in der onkologischen Diagnostik. Sein Ziel ist, effektive und gleichzeitig weniger belastende Verfahren unter anderem für Hirntumor-Patienten zu entwickeln. Anfang des Jahres 2020 wählte die Internetseite „AuntMinnie Europe“ – eine weltweit agierende Plattform für Nachrichten aus der medizinischen Bildgebung – ihn zum zweiten Mal in Folge zu einem der einflussreichsten EU-Forschern in der Radiologie. Zu Beginn seiner Laufbahn war Prof. Radbruch am Heidelberger Universitätsklinikum und später auch am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg tätig. Jetzt kommt Prof. Radbruch vom Universitätsklinikum Essen, wo er die letzten vier Jahre als Oberarzt und zuletzt als Leitender Oberarzt der Klinik für Neuroradiologie gearbeitet hat.

(Foto: Katharina Wislsperger / UKB)

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Prof. Dr. Walter Bruchhausen

Stiftungs-Professur (W2) für Global Health - Social and Cultural Aspects

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Walter Bruchhausen trat am 01. Mai 2020 die Professur für Global Health im Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit am Zentrum für Infektiologie und Infektionsschutz an.

Der gebürtige Bonner Walter Bruchhausen entwickelte schon früh seinen Interessenschwerpunkt in globaler Gesundheit. Dies geschah während seines Doppelstudiums der Medizin und der Katholischen Theologie, zunächst an der Universität Bonn und später an der Universität Würzburg. Nach seinem PJ schrieb er sich für ein Postgraduiertenstudium der Philosophy of Medicine/Health Care Ethics an der University of Glasgow ein, wo er auch zum Master of Philosophy graduierte. Nach Promotion in Würzburg, Abschluss des Theologiestudiums in Bonn und vorbereitender chirurgischer Weiterbildung erhielt er als Projektleiter und Arzt in Afrika die Gelegenheit seinen Interessenschwerpunkt praktisch umzusetzen. Durch seine Anstellung am damaligen Medizinhistorischen Institut seit 1997 entwickelte Bruchhausen ein Forschungsgebiet, mit dem er bundesweit als einer der ersten den Weg von der Entwicklungs- und Ethnomedizin zum neuen Konzept von Global Health gegangen ist. Seit seiner Habilitation 2004 für Geschichte, Anthropologie und Ethik der Medizin engagiert er sich stark in der Global Health-Lehre und -Forschung an verschiedenen Standorten und bundesweit, übernahm wesentliche Kernaufgaben in der Lehre zur ärztlichen Ethik und der ethischen Beratung und war Mitglied der Bonner Ethikkommission und des Klinischen Ethikkomitees in Bonn und Aachen.

Im Rahmen seiner neuen Position möchte Prof. Bruchhausen diese erfolgreiche Arbeit in Forschung, Lehre sowie ethischer Beratung fortsetzen. Durch die Leitung des internationalen Masterstudiengangs Global Health, die enge Kooperation in der Fakultät sowie mit der UN-Universität in Bonn und dem Zentrum für Entwicklungsforschung und dem Aufbau der neuen BMBF-geförderten deutschen Academy for Global Health Research soll so die führende Rolle des Standorts Bonn auf dem Gebiet Global Health ausgebaut werden.

(Foto: Katharina Wislsperger)

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Prof. Dr. Joachim Schmidt

Professur (W2) für Thoraxchirurgie

Schmidt, JoachimJoachim Schmidt übernahm zum 15. April 2020 die Professur für Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Bonn.

Sein Studium der Humanmedizin absolvierte Joachim Schmidt von 1995 bis 2002 an der Philipp-Universität Marburg sowie an der Georgetown University in Washington DC. Unmittelbar nach seinem Abschluss startete er seine chirurgische Laufbahn an der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie hier in Bonn, zu dieser Zeit unter der Leitung von Prof. Hirner. Nach einem zweiten Forschungsaufenthalt in den USA, diesmal als Research Fellow am University of Pittsburgh Medical Center, wechselte Joachim Schmidt 2008 an das Universitätsklinikum Münster. Hier legte er seine Facharztprüfung für Chirurgie ab und übernahm 2011 seine erste Position als Oberarzt in der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie. In dieser Zeit gestaltete er den Aufbau der eigenständigen Sektion für Thoraxchirurgie und Lungentransplantation in Münster mit. 2015 absolvierte er auch seine zweite Facharztprüfung für Thoraxchirurgie. Im November 2016 wurde er zum Leiter des Lungenkrebszentrums Bonn/Rhein-Sieg ernannt. Seit Anfang 2017 leitete er als Chefarzt die Klinik für Thoraxchirurgie am Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/ Rhein-Sieg und ist seit 2018 dort auch stellvertretender Ärztlicher Direktor. Nun kehrt er als Professor an das Universitätsklinikum Bonn zurück, eben die Klinik an der er 18 Jahre zuvor seine klinische Laufbahn begonnen hatte.

Im Rahmen seiner neuen Position möchte Prof. Schmidt seinen Schwerpunkt neben der funktionellen Thoraxchirurgie vor allem auf die onkologische Chirurgie setzen und hierzu auch in seiner Funktion als Leiter des Lungenkrebszentrums Bonn/Rhein-Sieg weiterhin eng mit den in Bonn bereits bestehenden Strukturen, wie dem Centrum für Integrierte Onkologie und dem Zentrum für Innere Medizin am Universitätsklinikum, zusammenarbeiten. Dieser Schwerpunkt spiegelt sich auch in seinem Forschungskonzept wieder. Hier soll der wissenschaftlichen Ausarbeitung von minimal-invasiven Operationsmethoden, wie z.B. der uniportal VATS-Lobektomie und der Roboter-assistierten Thoraxchirurgie, besondere Aufmerksamkeit zukommen.

Wir begrüßen Prof. Schmidt mit einem herzlichen „Willkommen zurück!“ und wünschen ihm einen erfolgreichen Start an unserer Fakultät.

(Foto: privat)

 

Prof. Dr. Sebastian Strieth

Professur (W3) für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

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Sebastian Strieth trat am 01. April 2020 als Nachfolger von Prof. Bootz die Professur für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde an der HNO-Klinik des UKB an.

Sebastian Strieth studierte Humanmedizin an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, an der Universität Wien sowie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Seine Dissertation fertigte er 2000 am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg an. Nach seiner Approbation war Strieth als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Chirurgische Forschung und in der HNO-Klinik der LMU München tätig. 2008 erhielt er seine HNO-Facharztanerkennung und habilitierte sich 2009 im Fach HNO an der LMU München. Es gelang ihm, eine zielgerichtete antivaskuläre Therapie bei Kopf-Hals-Tumoren unter Verwendung von nanopartikulären Wirkstoffformulierungen bis hin zu ersten klinischen Studien zu entwickeln. Während eines klinisch-wissenschaftlichem Auslandsaufenthalts an der Harvard Medical School in Boston lernte er ein neuartiges Lasertherapieverfahren zur Behandlung von Kehlkopftumoren kennen, welches er anschließend auch in Deutschland etablierte. 2013 wurde ihm der Titel eines Außerplanmäßigen Professors von der Goethe-Universität Frankfurt verliehen.

In den folgenden Jahren erweiterte er sein klinisches Spektrum durch den Erwerb von diversen Zusatzbezeichnungen wie „Plastische Operationen“, „Allergologie“ und „Ärztliches Qualitätsmanagement“ sowie eine intensive Beschäftigung mit neuartigen implantierbaren Hörsystemen (z.B. Cochlea-Implantat). Darüber hinaus war er seit 2014 der Koordinator des interdisziplinären Kopf-Hals-Tumorzentrums der Universitätsmedizin Mainz.

Seine klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Onkologie und Otologie. Im Rahmen seiner Professur an der Universität Bonn möchte Sebastian Strieth seine stark translational ausgerichtete Forschung weiter vorantreiben. In der Onkologie setzt er hierzu seinen Fokus auf eine nanobiomedizinische Beeinflussung der Mikrozirkulation in Tumoren. Darüber hinaus möchte er neue immunologische Strategien zum Schutz des Innenohrs - insbesondere nach Chochlea-Implantation bei Resthörvermögen - verfolgen. Mit dieser wissenschaftlichen Expertise wird Sebastian Strieth die Schnittstelle zwischen den Forschungsschwerpunkten Oncology und Immunosciences and Infection verstärken und bereichern.

Foto: UKB

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Prof. Dr. Frank Giordano

Professur (W3) für Strahlentherapie und Radioonkologie

Prof. Dr. med. Frank GiordanoFrank Giordano trat zum 01. April 2020 die Professur für Strahlentherapie und Radioonkologie an. Die Professur ist mit der Leitung der gleichnamigen Klinik verbunden.

Frank Giordano studierte bis 2007 Medizin an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Parallel dazu absolvierte er die US Medical Licensing Examination als Voraussetzung für die ärztliche Tätigkeit in den USA. Nach seiner Dissertation fokussierte er sich zunächst auf seine wissenschaftliche Laufbahn und agierte als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum. Die Auszeichnung mit einem zweijährigen Stipendium der Peter- und Traudl-Engelhorn Stiftung erlaubte es ihm zusätzlich seine Forschungstätigkeit am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg zu vertiefen. Mit einer Stelle als Assistenzarzt an der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der Universitätsmedizin Mannheim betrat Herr Giordano 2012 schließlich auch seine klinische Laufbahn. Vier Jahre später erwarb er seinen Facharzt für Strahlentherapie und ein weiteres Jahr später schloss er ebenfalls seine Habilitation im gleichen Fach ab. 2017 erhielt er darüber hinaus eines der renommierten Exzellenzstipendien der Else-Kröner Fresenius Stiftung. Nach Zwischenstationen als Oberarzt und Leitendem Oberarzt wurde er im Januar 2019 zum kommissarischen Direktor der Mannheimer Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie ernannt. Diese Position hielt er bis zu seiner Berufung nach Bonn inne.

In Bonn möchte Frank Giordano besonders die Behandlungsverfahren in der Strahlentherapie optimieren. Das Ziel ist dabei Krebspatienten durch zielgenaue und maßgeschneiderte Anwendung von fokussierter Bestrahlung (z.B. durch intraoperative Strahlentherapie oder Radiochirurgie) eine noch effektivere Therapie zu bieten und dabei gleichzeitig mögliche Nebenwirkungen auf ein Minimum zu reduzieren. Besonders in der Neuroonkologie hat Herr Giordano hierzu bereits zahlreiche klinische Studien geleitet sowie eigene Konzepte für innovative Therapieoptionen publiziert. Für seine Arbeiten hat er bereits international bedeutende Anerkennung erhalten. So wurde er mit dem Basic and Translational Science Award der amerikanischen Gesellschaft für Radioonkologie (ASTRO) und mit einer Ehrenmitgliedschaft in der spanischen Gesellschaft für Radioonkologie (SEOR) ausgezeichnet.

Foto: Alessandro Winkler (UKB)

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Prof. Dr. Dirk Baumjohann

Professur (W2) für Autoimmunität

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Dirk Baumjohann trat am 01. Februar 2020 die Professur für Autoimmunität mit Tenure Track an der Medizinischen Klinik III für Onkologie, Hämatologie, Immunonkologie und Rheumatologie des UKB an.

Dirk Baumjohann studierte bis 2005 Molekulare Medizin mit immunologischem Schwerpunkt an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Für seine Promotion wechselte er an das Institute for Research in Biomedicine in Bellinzona in der Schweiz. Diese schloss er 2010 erfolgreich an der Universität Bern ab und setzte anschließend seine Forschungstätigkeit an der University of California, San Francisco fort. In den USA blieb er für 4 Jahre bis er schließlich 2014 nach Deutschland zurückkehrte, um an der Ludwig-Maximilians-Universität München eine DFG-geförderte Position als Emmy-Noether-Arbeitsgruppenleiter zu übernehmen. Seinen wissenschaftlichen Fokus setzte Herr Baumjohann hier auf die molekularen und zellulären Aspekte der T-Lymphozyten-Diversität, z.B. auf die Rolle der Zellen während Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose. Für seine Erkenntnisse auf diesem Forschungsgebiet wurde Dirk Baumjohann mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Avrion Mitchison Prize for Rheumatology“.

Im Rahmen seiner Professur möchte Dirk Baumjohann seinen wissenschaftlichen Schwerpunkt beibehalten, um die Hintergründe von Autoimmunerkrankungen weiter zu entschlüsseln und somit das Exzellenzcluster "ImmunoSensation2" zu unterstützen. Zudem möchte er die in Bonn bestehende, enge Verknüpfung zwischen klinischer Forschung und Grundlagenforschung nutzen, um seine Erkenntnisse auch den Patienten zu Gute kommen lassen zu können.

(Foto: privat)

 

Prof. Dr. Jaroslaw Kazimierz Maciaczyk

Professur (W2) für Stereotaxie und funktionelle Neurochirurgie

Prof. Dr. Jaroslaw Kazimierz MaciaczykJaroslaw Kazimierz Maciaczyk trat zum 01. Januar 2020 die Professur für Stereotaxie und funktionelle Neurochirurgie an der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie an.

Nach seinem Studium der Humanmedizin war Herr Maciaczyk zunächst am Universitätsklinikum Bydgoszcz (Polen) tätig. 2002 kam Herr Maciaczyk als wissenschaftlicher Mitarbeiter nach Freiburg und forschte dort am lokalen Universitätsklinikum im Bereich der „Molekularen Neurochirurgie“. Zwei Jahre später nahm er nach seiner Approbation als Arzt in Deutschland auch seine klinische Tätigkeit wieder auf. In den folgenden Jahren fungierte er als Assistenzarzt in der Klinik für Stereotaktische Neurochirurgie des Universitätsklinikums Freiburg. Hier betreute er neuroonkologische Patienten und war unter anderem an der Implementierung der deutschlandweit ersten Operation zur Zellersatztherapie bei Chorea Huntington beteiligt. 2013 machte Herr Maciaczyk seinen Facharzt für Neurochirurgie und nur 2 Monate später habilitierte er sich im selben Fach. Danach fungierte er als Oberarzt in der Neurochirurgischen Klinik an der Universitätsklinik Düsseldorf mit dem Schwerpunkt onkologische Stereotaxie, Radiochirurgie und Funktionelle Neurochirurgie. 2017 wurde er als Consultant Neurosurgeon und Associate Professor für Neurochirurgie an die University of Otago in Dunedin (Neuseeland) berufen. Im selben Jahr erhielt er eine außerplanmäßige Professur an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf.

Seit Beginn seiner klinischen Tätigkeit ist Herr Maciaczyk parallel auch wissenschaftlich tätig. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf der Entschlüsselung der molekularen Grundlagen der Regulation von aus malignen Tumoren abgeleiteten Tumorstammzellen. Für die Ergebnisse seiner Arbeit wurde er mit dem Forschungspreis (2006) der Deutschen Akademie für Neurochirurgie und dem Forschungspreis der Academia Eurasiana Neurochirurgica (2009) ausgezeichnet.

Seine wissenschaftliche und klinische Erfahrung in der stereotaktischen und funktionellen Neurochirurgie möchte Herr Maciaczyk nun an der Universitätsmedizin Bonn einbringen und so die Translation zwischen Forschung und Patientenversorgung in diesem Fach fördern. Dabei liegt sein Augenmerk besonders auf der Verbesserung der Versorgung von Hirntumorpatienten, dem Ausbau der Tiefen-Hirnstimulation sowie der peripheren Neuromodulation als Therapieoptionen für Parkinson- und Schmerzpatienten.

(Foto: Johann F. Saba)

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