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Neuberufungen 2020

Prof. Dr. Zeinab Abdullah

Professur (W2) für Molekulare Medizin

Zeinab AbdullahZeinab Abdullah trat am 01. August 2020 die Professur für Molekulare Medizin mit Tenure Track am Institut für Experimentelle Immunologie an.

2002 führte das Studium der Biologie die gebürtige Irakerin erstmals an die Universität Bonn. Mit dem Diplom in der Tasche wechselte sie jedoch bereits zwei Jahre später den Standort und begann 2004 ihre Promotion am Institut für Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der Universität zu Köln. Zwar lag der Fokus Ihrer Doktorarbeit auf der Untersuchung des Mechanismus zur Erkennung von embryonalen Stammzellen durch das Immunsystem, dennoch setzte sie ihren persönlichen Forschungsschwerpunkt auf die Erforschung von chronischen Infektionen und Entzündungen der Leber. So kehrte Sie 2009 nach Bonn zurück und übernahm am Institut für Molekulare Medizin und Experimentelle Immunologie ihre erste Position als Nachwuchsgruppenleiterin. In den folgenden zehn Jahren baute Zeinab Abdullah ihre Forschungsgruppe stetig aus und beteiligte sich bei der Einwerbung des SFB-TRR 237 „Nukleinsäure-Immunität“ sowie der Anschlussförderung des SFB-TRR 57 „Organ Fibrosis: From Mechanisms of Injury to Modulation of Disease“. Zuletzt hat sie sich mit ihrer erfolgreichen Beteiligung am Antrag zum Exzellenzcluster „ImmunoSensation2“ für den Forschungsstandort Bonn verdient gemacht. Zudem konnte sie sich als renommierte Spezialistin auf dem Gebiet der Erforschung des Zusammenhanges zwischen chronischen Leberentzündungen und Infektions-induzierten Immunreaktionen etablieren. Hierbei verfolgt sie vor allem die Fragestellung, wie chronische Leberentzündungen, z.B. im Rahmen einer Hepatitisinfektion, die T-Zell gesteuerte Immunantwort beeinflussen und welche Auswirkungen Stoffwechselerkrankungen auf die Regenerationsfähigkeit der Leber haben. Darüber hinaus ist Prof. Abdullah seit Beginn ihrer Tätigkeit in Bonn an der immunologischen Ausbildung der Studierenden an der Medizinischen und Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät durch Vorlesungen, Seminar und Praktika beteiligt. 

Wir freuen uns, dass wir Frau Zeinab Abdullah im Rahmen ihrer neuen Position als Teil unserer Fakultät erhalten können und wünschen ihr für die kommenden Jahre viel Erfolg.

(Foto: Brigitta Leber)
 

Prof. Dr. Marc P. Hübner

Professur (W2) für Translationale Mikrobiologie

200825_Hübner, Marc Prof.jpg Marc Hübner trat im August 2020 die Professur für Translationale Mikrobiologie im Rahmen des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) am Standort Bonn-Köln an. Die Professur ist am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie angesiedelt.

Herr Hübner studierte Biologie zunächst an der Universität Hohenheim und später an der Universität Tübingen. Dort schloss er 2006 seine Promotion im Fachbereich Immunologie/Parasitologie erfolgreich ab und setzte anschließend seine Forschungstätigkeit an der Uniformed Services University in Bethesda (MD, USA) fort. In den USA forschte er vier Jahre, bis er schließlich 2010 nach Deutschland zurückkehrte. Seit Juli 2010 arbeitet Marc Hübner als Gruppenleiter am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie in Bonn. Im April 2018 habilitierte er im Gebiet Medizinische Parasitologie und Infektionsimmunologie. Seinen wissenschaftlichen Fokus setzt Prof. Hübner auf die präklinische Entwicklung und Testung neuer Therapien gegen Infektionen mit parasitären Fadenwürmern. Diese kommen vor allem in den Tropen und Subtropen vor und verursachen chronische Infektionen (Filariosen), die zu belastenden und stigmatisierenden Krankheitsbildern führen können. Bislang erfolgt die Bekämpfung der Filariosen durch langjährige Massenbehandlung mithilfe von Medikamenten, welche die Übertragung der Infektion nur temporär reduzieren können. Zur Eliminierung der Erkrankung werden jedoch Substanzen benötigt, die die erwachsenen Fadenwürmer abtöten bzw. permanent sterilisieren können. Durch die Testung potentieller Substanzen konnten bereits drei Kandidaten in klinischen Phase-1-Studien erfolgreich gestestet werden, die im Tiermodell die erwachsenen Würmer eliminieren bzw. sterilisieren. Darüber hinaus befasst sich Marc Hübner mit der Identifizierung protektiver Immunantworten gegen  Fadenwürmer, sowie deren Immunmodulation, welche die Entstehung von Autoimmunerkrankungen und metabolischen Erkrankungen verhindern können. Außerdem leitet Prof. Hünber die Diagnostik Parasitologie am Universitätsklinikum.

Im Rahmen seiner Professur wird Herr Hübner seine wissenschaftlichen Schwerpunkte beibehalten und darüber hinaus über Versuche zur Grundlagenforschung, präklinischen Forschung bis hin zu humanen Studien die translationale Forschung weiter vorantreiben. Er plant, seine bestehenden Kollaborationen im Rahmen des DZIF weiter auszubauen und zu ergänzen. Durch die Zusammenarbeit von Experten aus der Wissenschaft, Industrie und gemeinnützigen Organisationen möchte Prof. Hübner die Bekämpfung vernachlässigter Erkrankungen (Neglected Tropical Diseases) auch im One Health Konzept dynamisieren.

(Foto: Johann F. Saba / UKB)

 

Prof. Dr. Wiebke Fenske

Professur (W2) für Endokrinologie und Diabetologie

Fenske, Wiebke.jpegProf. Dr. Wiebke Kristin Fenske übernimmt die Leitung der Sektion für Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechselmedizin am Universitätsklinikum Bonn. Die 40-Jährige will die Behandlung von Adipositas und deren Begleiterkrankungen ausbauen und dafür eine hochspezialisierte Einheit auf dem Campus Venusberg etablieren. Dabei setzt sie auf die Adipositas-Chirurgie und erforscht den Einfluss von krankhaftem Übergewicht auf das Gehirn als Schaltzentrale für den Stoffwechsel. Prof. Fenske will Ansatzpunkte für nicht-operative, aber dennoch langfristig wirksame Adipositas-Therapien finden. Hierzu erhielt sie 2018 unter anderem ein Else Kröner-Exzellenzstipendium. Ihre akademische Laufbahn führte sie von 2010 bis 2012 an das Imperial College London. Dort beschäftigte sie sich erstmals mit der Neuroendokrinologie. Jetzt kommt Prof. Fenske vom Universitätsklinikum Leipzig, wo sie zuletzt als Oberärztin der Klinik für Endokrinologie und Nephrologie tätig war. Zudem leitete sie dort die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Arbeitsgruppe „Neuroendokrine Adipositasforschung“ am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen.

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(Foto: Alessandro Winkler / UKB)

 

Prof. Dr. Mark Coburn

Professur (W3) für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Coburn, Mark.jpegProf. Dr. Mark Coburn ist neuer Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Bonn. Der 44-jährige Nachfolger von Prof. Dr. Andreas Hoeft will mit Blick auf neueste Entwicklungen in der Medizin die Klinik zu einem international anerkannten Forschungszentrum weiter ausbauen. Dabei setzt er auf individuelle allumfassende Versorgungskonzepte vor allem für den älteren Patienten. Seine akademische Ausbildung führte Prof. Coburn 2005 für eineinhalb Jahre an das Imperial College London. Dort setzte er seine Forschung zur akuten Neurodegeneration fort, also für eine verbesserte Versorgung von Schlaganfällen, Schädelhirntraumen und Hirnblutungen. Jetzt kommt der neue Klinikdirektor von der RWTH Aachen, wo er die letzten sechs Jahre als Leitender Oberarzt der Anästhesie tätig war.

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(Foto: Johann Saba / UKB)

 

Prof. Dr. Martin Fuhrmann

Professur (W2) für Neuroimmunologie und Imaging

Fuhrmann, Martin Prof_Portrait-1.jpg

Martin Fuhrmann übernahm zum 01. Juli 2020 die W2 Professur für Neuroimmunologie und Imaging. Zeitgleich wurde er an das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn beurlaubt. Es handelt sich um eine gemeinsame Berufung der Medizinischen Fakultät Bonn und des DZNE.

Sein Studium der Technischen Biologie absolvierte Herr Fuhrmann 2002 an der Universität Stuttgart. Bereits während seiner studentischen Ausbildung wuchs in ihm die Faszination für die interdisziplinäre Arbeit zwischen der Biologie und Medizin zur Ergründung von medizinischen Fragestellungen. Während seiner Promotion am Zentrum für Neuropathologie und Prionenforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München erkannte er das Potenzial moderner wissenschaftlicher Bildgebungsverfahren für diese Arbeit. Besonders mittels Einsatz der damals neuen und noch wenig verbreiteten Zwei-Photonenmikroskopie machte er sich auf die Suche nach zellulären Ursachen für klinische Krankheitsbilder. Sein Fokus lag schon damals auf der Entschlüsselung von neurodegenerativen Erkrankungen. Seit 2010 führt er seine Arbeit an neurodegenerativen Erkrankungen, besonders an Störungen von Gedächtnis- und Lernprozessen, als Arbeitsgruppenleiter am DZNE in Bonn fort. Besonderer Bedeutung misst Prof. Fuhrmann dabei der Synapseninteraktion zwischen Neuronen und Mikrogliazellen zu. Die Erhaltung der strukturellen Plastizität erregender sowie hemmener Synapsen hat sich dabei als entscheidender Faktor für die funktionelle Interaktion der Zellen untereinander erwiesen. Zur Visualisierung der Zellinteraktionen wendet seine Arbeitsgruppe nicht nur moderne Mikroskopieverfahren an, sondern entwickelt diese auch entsprechend den experimentellen Anforderungen weiter.

Im Rahmen seiner neuen Professur möchte Herr Fuhrmann nun seine wissenschaftlichen Kooperationen mit den Strukturen der Universität Bonn weiter ausbauen und so den Forschungsschwerpunkt "Neurosciences" an unserer Fakultät unterstützen.

(Foto: Daniel Bayer / DZNE)

 

Prof. Dr. Thomas Becker

Professur (W3) für Biochemie und Molekularbiologie

Prof. Dr. Thomas BeckerThomas Becker trat zum 01. Juni 2020 die Professur für Biochemie und Molekularbiologie an und übernahm hiermit die Nachfolge von Prof. Gieselmann als Direktor des gleichnamigen Institutes.

Sein Studium der Biologie absolvierte er von 1997 bis 2002 an der Universität Kiel. Im Anschluss wechselte er von den hohen Norden in den tiefen Süden der Republik und trat eine Stelle als Promovend an der Universität München im Fachbereich Botanik an. Bereits zu diesem Zeitpunkt setzte er seinen wissenschaftlichen Schwerpunkt auf die biochemischen Mechanismen in der Zelle. Schon bald nach erfolgreichem Abschluss seiner Dissertation zog es ihn 2006 fort aus München und in das schöne Breisgau. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Freiburg verschrieb er sich nun vollends der Biochemie und Molekularbiologie. In den folgenden Jahren blieb Herr Becker seiner neuen Wahlheimat treu und übernahm 2009 seine erste Position als Arbeitsgruppenleiter. Während seiner Zeit in Freiburg war er Projektleiter in einem Sonderforschungsbereich, in einer Graduiertenschule und in zwei Exzellenzclustern. Gleichzeitig etablierte er ein fruchtvolles Forschungsnetzwerk mit zahlreichen Kooperationspartnern innerhalb Deutschlands, sowie in Frankreich, USA und Australien. Der Fokus seiner Forschungstätigkeit lag dabei stets auf der Untersuchung von Interaktionen zwischen Membran-gebundenen mitochondrialen Proteinen untereinander und mit der sie umgebenden Lipidstruktur. Im Mittelpunkt stehen dabei Proteinmaschinen, die Proteine in die Mitochondrien transportieren. Diese Interaktionen haben sich in der Vergangenheit als entscheidend für die Steuerung von zahlreichen zellulären Prozessen erwiesen und Störungen in diesem Netzwerk sind mit diversen klinischen Problemen assoziiert. Für seine bisherigen Erkenntnisse auf diesem Feld wurde er unter anderem mit dem Helmut-Holzer-Forschungspreis der Wissenschaftlichen Gesellschaft Freiburg ausgezeichnet.

Im Rahmen seiner neuen Position möchte Prof. Becker seinen Schwerpunkt insbesondere auf die Rolle der mitochondrialen Membrankomplexe bei neurodegenerativen und kardialen Erkrankungen setzen. Hier sieht er großes Potential für Kooperationen mit den in Bonn bereits etablierten Strukturen, insbesondere innerhalb des Exzellenzclusters „Immunosensation2“ sowie den Forschungsschwerpunkten „Cardiovascular Sciences“ und „Neurosciences“ der Medizinischen Fakultät.

(Foto: privat)
 

Prof. Dr. Jonathan Schmid-Burgk

Professur (W2) für "Functional Immunogenomics"

Schmid-Burgk, JonathanProf. Dr. Jonathan Schmid-Burgk leitet die neue Arbeitsgruppe für „Functional Immunogenomics“ am Institut für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie des Universitätsklinikums Bonn. Im Rahmen der neu eingerichteten Professur und Leitungsstelle geht der 34-jährige Genomforscher dem komplexen Zusammenspiel zwischen Genen und unserem Immunsystem nach. Dafür erarbeitet er unter Zuhilfenahme von Robotik und künstlicher Intelligenz (KI) unter anderem neue Techniken der Proteinanalyse in lebenden menschlichen Zellen mit programmierbaren Genscheren. Ziel ist es, zur Analyse des menschlichen Genoms dessen Modifizierung zu beschleunigen. Aktuell arbeitet Prof. Schmid-Burgk an einem Massentest für COVID-19 durch das von ihm entwickelte LAMP-Seq-Verfahren. Seine neuen Techniken bringt er in das Exzellenzcluster ImmunoSensation der Universität Bonn ein. Im Anschluss an seine Promotion, für die er 2017 den Promotionspreis der Universitätsgesellschaft Bonn erhielt, führte seine bisherige wissenschaftliche Laufbahn Prof. Schmid-Burgk nach Cambridge (USA). Dort forschte er dreieinhalb Jahre am Broad Institute of MIT and Harvard – gefördert durch ein Stipendium der European Molecular Biology Organization (EMBO).

(Foto: Rolf Müller / UKB)

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Prof. Dr. Alexander Radbruch

Prof. Alexander Radbruch leitet neue Klinik für Neuroradiologie des Universitätsklinikums Bonn

200514_Radbruch_ Katharina Wislsperger-UKB.jpegProf. Dr. Alexander Radbruch leitet jetzt die Klinik für Neuroradiologie als neuen eigenständigen Bereich im Universitätsklinikum Bonn. Der 43-jährige Spezialist für Hirntumore forscht zu kontrastmittelfreien Verfahren mittels Künstlicher Intelligenz (KI) in der onkologischen Diagnostik. Sein Ziel ist, effektive und gleichzeitig weniger belastende Verfahren unter anderem für Hirntumor-Patienten zu entwickeln. Anfang des Jahres 2020 wählte die Internetseite „AuntMinnie Europe“ – eine weltweit agierende Plattform für Nachrichten aus der medizinischen Bildgebung – ihn zum zweiten Mal in Folge zu einem der einflussreichsten EU-Forschern in der Radiologie. Zu Beginn seiner Laufbahn war Prof. Radbruch am Heidelberger Universitätsklinikum und später auch am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg tätig. Jetzt kommt Prof. Radbruch vom Universitätsklinikum Essen, wo er die letzten vier Jahre als Oberarzt und zuletzt als Leitender Oberarzt der Klinik für Neuroradiologie gearbeitet hat.

(Foto: Katharina Wislsperger / UKB)

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Prof. Dr. Daniel Aeschbach

Professur (W2) für Schlafphysiologie und Chronobiologie

Aeschbach_mittelDaniel Aeschbach trat zum 15. Mai 2020 die Professur für Schlafphysiologie und Chronobiologie an. Zeitgleich wurde er an das Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin am Deutschen Zentrum Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln beurlaubt. Es handelt sich um eine gemeinsame Berufung der Medizinischen Fakultät Bonn und des DLR.

Herr Aeschbach studierte bis 1988 Biologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Nach seinem Abschluss blieb er seiner Wahlheimat Zürich zunächst treu und begann die Arbeit an seiner Dissertation an gleicher Institution. Bereits zu diesem Zeitpunkt galten sein wissenschaftliches Interesse und seine Begeisterung der Schlafphysiologie. Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Promotion 1995 verließ Daniel Aeschbach die Schweiz und wechselte als Postdoctoral Fellow an das National Institute of Mental Health in Bethesda, Maryland. 2002 ging er als Assistant Professor an die Harvard Medical School in Boston, Massachusetts. Hier lehrte und forschte er auf dem Gebiet der Schlaf- und Chronobiologie. 2011 kehrte er nach Europa zurück und leitet seitdem die Abteilung für Schlaf und Humanfaktoren am Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des DLR. Dabei lag sein wissenschaftlicher Fokus besonders auf der Schlaf-Wach-Regulation des Menschen und deren Einfluss auf die kognitive Leistungsfähigkeit und Gesundheit.  Dies sind Zusammenhänge, wie sie bei Raumfahrern und Flugdienstpersonal von großer Relevanz sind.

Im Rahmen seiner Professur an unserer Fakultät möchte Herr Aeschbach die Zusammenarbeit zwischen der Universität Bonn und dem DLR intensivieren und durch Kooperationen an unserer Fakultät seine jetzige Forschung auf weitere, u.a. neurologische sowie immunologische Fragestellungen auszuweiten.

Sein übergeordnetes Ziel ist es, ein besseres Verständnis der individuellen Schlaf-Wach-Regulation und Kognition zu erlangen, und daraus geeignete, individuelle Gegenmaßnahmen (z.B. Licht, Verhalten, psychoaktive Substanzen) bei Störungen des Schlafs und der zirkadianen Rhythmik abzuleiten. Wir wünschen ihm bei der Umsetzung seiner anspruchsvollen Forschungsziele viel Erfolg und einen guten Start an unserer Universität.

(Foto: privat)

 

Prof. Dr. Walter Bruchhausen

Stiftungs-Professur (W2) für Global Health - Social and Cultural Aspects

Bruchhausen, Walter-Wiselsperger.jpg

Walter Bruchhausen trat am 01. Mai 2020 die Professur für Global Health im Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit am Zentrum für Infektiologie und Infektionsschutz an.

Der gebürtige Bonner Walter Bruchhausen entwickelte schon früh seinen Interessenschwerpunkt in globaler Gesundheit. Dies geschah während seines Doppelstudiums der Medizin und der Katholischen Theologie, zunächst an der Universität Bonn und später an der Universität Würzburg. Nach seinem PJ schrieb er sich für ein Postgraduiertenstudium der Philosophy of Medicine/Health Care Ethics an der University of Glasgow ein, wo er auch zum Master of Philosophy graduierte. Nach Promotion in Würzburg, Abschluss des Theologiestudiums in Bonn und vorbereitender chirurgischer Weiterbildung erhielt er als Projektleiter und Arzt in Afrika die Gelegenheit seinen Interessenschwerpunkt praktisch umzusetzen. Durch seine Anstellung am damaligen Medizinhistorischen Institut seit 1997 entwickelte Bruchhausen ein Forschungsgebiet, mit dem er bundesweit als einer der ersten den Weg von der Entwicklungs- und Ethnomedizin zum neuen Konzept von Global Health gegangen ist. Seit seiner Habilitation 2004 für Geschichte, Anthropologie und Ethik der Medizin engagiert er sich stark in der Global Health-Lehre und -Forschung an verschiedenen Standorten und bundesweit, übernahm wesentliche Kernaufgaben in der Lehre zur ärztlichen Ethik und der ethischen Beratung und war Mitglied der Bonner Ethikkommission und des Klinischen Ethikkomitees in Bonn und Aachen.

Im Rahmen seiner neuen Position möchte Prof. Bruchhausen diese erfolgreiche Arbeit in Forschung, Lehre sowie ethischer Beratung fortsetzen. Durch die Leitung des internationalen Masterstudiengangs Global Health, die enge Kooperation in der Fakultät sowie mit der UN-Universität in Bonn und dem Zentrum für Entwicklungsforschung und dem Aufbau der neuen BMBF-geförderten deutschen Academy for Global Health Research soll so die führende Rolle des Standorts Bonn auf dem Gebiet Global Health ausgebaut werden.

(Foto: Katharina Wislsperger)

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Prof. Dr. Joachim Schmidt

Professur (W2) für Thoraxchirurgie

Schmidt, JoachimJoachim Schmidt übernahm zum 15. April 2020 die Professur für Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Bonn.

Sein Studium der Humanmedizin absolvierte Joachim Schmidt von 1995 bis 2002 an der Philipp-Universität Marburg sowie an der Georgetown University in Washington DC. Unmittelbar nach seinem Abschluss startete er seine chirurgische Laufbahn an der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie hier in Bonn, zu dieser Zeit unter der Leitung von Prof. Hirner. Nach einem zweiten Forschungsaufenthalt in den USA, diesmal als Research Fellow am University of Pittsburgh Medical Center, wechselte Joachim Schmidt 2008 an das Universitätsklinikum Münster. Hier legte er seine Facharztprüfung für Chirurgie ab und übernahm 2011 seine erste Position als Oberarzt in der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie. In dieser Zeit gestaltete er den Aufbau der eigenständigen Sektion für Thoraxchirurgie und Lungentransplantation in Münster mit. 2015 absolvierte er auch seine zweite Facharztprüfung für Thoraxchirurgie. Im November 2016 wurde er zum Leiter des Lungenkrebszentrums Bonn/Rhein-Sieg ernannt. Seit Anfang 2017 leitete er als Chefarzt die Klinik für Thoraxchirurgie am Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/ Rhein-Sieg und ist seit 2018 dort auch stellvertretender Ärztlicher Direktor. Nun kehrt er als Professor an das Universitätsklinikum Bonn zurück, eben die Klinik an der er 18 Jahre zuvor seine klinische Laufbahn begonnen hatte.

Im Rahmen seiner neuen Position möchte Prof. Schmidt seinen Schwerpunkt neben der funktionellen Thoraxchirurgie vor allem auf die onkologische Chirurgie setzen und hierzu auch in seiner Funktion als Leiter des Lungenkrebszentrums Bonn/Rhein-Sieg weiterhin eng mit den in Bonn bereits bestehenden Strukturen, wie dem Centrum für Integrierte Onkologie und dem Zentrum für Innere Medizin am Universitätsklinikum, zusammenarbeiten. Dieser Schwerpunkt spiegelt sich auch in seinem Forschungskonzept wieder. Hier soll der wissenschaftlichen Ausarbeitung von minimal-invasiven Operationsmethoden, wie z.B. der uniportal VATS-Lobektomie und der Roboter-assistierten Thoraxchirurgie, besondere Aufmerksamkeit zukommen.

Wir begrüßen Prof. Schmidt mit einem herzlichen „Willkommen zurück!“ und wünschen ihm einen erfolgreichen Start an unserer Fakultät.

(Foto: privat)

 

Prof. Dr. Sebastian Strieth

Professur (W3) für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

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Sebastian Strieth trat am 01. April 2020 als Nachfolger von Prof. Bootz die Professur für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde an der HNO-Klinik des UKB an.

Sebastian Strieth studierte Humanmedizin an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, an der Universität Wien sowie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Seine Dissertation fertigte er 2000 am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg an. Nach seiner Approbation war Strieth als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Chirurgische Forschung und in der HNO-Klinik der LMU München tätig. 2008 erhielt er seine HNO-Facharztanerkennung und habilitierte sich 2009 im Fach HNO an der LMU München. Es gelang ihm, eine zielgerichtete antivaskuläre Therapie bei Kopf-Hals-Tumoren unter Verwendung von nanopartikulären Wirkstoffformulierungen bis hin zu ersten klinischen Studien zu entwickeln. Während eines klinisch-wissenschaftlichem Auslandsaufenthalts an der Harvard Medical School in Boston lernte er ein neuartiges Lasertherapieverfahren zur Behandlung von Kehlkopftumoren kennen, welches er anschließend auch in Deutschland etablierte. 2013 wurde ihm der Titel eines Außerplanmäßigen Professors von der Goethe-Universität Frankfurt verliehen.

In den folgenden Jahren erweiterte er sein klinisches Spektrum durch den Erwerb von diversen Zusatzbezeichnungen wie „Plastische Operationen“, „Allergologie“ und „Ärztliches Qualitätsmanagement“ sowie eine intensive Beschäftigung mit neuartigen implantierbaren Hörsystemen (z.B. Cochlea-Implantat). Darüber hinaus war er seit 2014 der Koordinator des interdisziplinären Kopf-Hals-Tumorzentrums der Universitätsmedizin Mainz.

Seine klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Onkologie und Otologie. Im Rahmen seiner Professur an der Universität Bonn möchte Sebastian Strieth seine stark translational ausgerichtete Forschung weiter vorantreiben. In der Onkologie setzt er hierzu seinen Fokus auf eine nanobiomedizinische Beeinflussung der Mikrozirkulation in Tumoren. Darüber hinaus möchte er neue immunologische Strategien zum Schutz des Innenohrs - insbesondere nach Chochlea-Implantation bei Resthörvermögen - verfolgen. Mit dieser wissenschaftlichen Expertise wird Sebastian Strieth die Schnittstelle zwischen den Forschungsschwerpunkten Oncology und Immunosciences and Infection verstärken und bereichern.

Foto: UKB

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Prof. Dr. Frank Giordano

Professur (W3) für Strahlentherapie und Radioonkologie

Prof. Dr. med. Frank GiordanoFrank Giordano trat zum 01. April 2020 die Professur für Strahlentherapie und Radioonkologie an. Die Professur ist mit der Leitung der gleichnamigen Klinik verbunden.

Frank Giordano studierte bis 2007 Medizin an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Parallel dazu absolvierte er die US Medical Licensing Examination als Voraussetzung für die ärztliche Tätigkeit in den USA. Nach seiner Dissertation fokussierte er sich zunächst auf seine wissenschaftliche Laufbahn und agierte als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum. Die Auszeichnung mit einem zweijährigen Stipendium der Peter- und Traudl-Engelhorn Stiftung erlaubte es ihm zusätzlich seine Forschungstätigkeit am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg zu vertiefen. Mit einer Stelle als Assistenzarzt an der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der Universitätsmedizin Mannheim betrat Herr Giordano 2012 schließlich auch seine klinische Laufbahn. Vier Jahre später erwarb er seinen Facharzt für Strahlentherapie und ein weiteres Jahr später schloss er ebenfalls seine Habilitation im gleichen Fach ab. 2017 erhielt er darüber hinaus eines der renommierten Exzellenzstipendien der Else-Kröner Fresenius Stiftung. Nach Zwischenstationen als Oberarzt und Leitendem Oberarzt wurde er im Januar 2019 zum kommissarischen Direktor der Mannheimer Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie ernannt. Diese Position hielt er bis zu seiner Berufung nach Bonn inne.

In Bonn möchte Frank Giordano besonders die Behandlungsverfahren in der Strahlentherapie optimieren. Das Ziel ist dabei Krebspatienten durch zielgenaue und maßgeschneiderte Anwendung von fokussierter Bestrahlung (z.B. durch intraoperative Strahlentherapie oder Radiochirurgie) eine noch effektivere Therapie zu bieten und dabei gleichzeitig mögliche Nebenwirkungen auf ein Minimum zu reduzieren. Besonders in der Neuroonkologie hat Herr Giordano hierzu bereits zahlreiche klinische Studien geleitet sowie eigene Konzepte für innovative Therapieoptionen publiziert. Für seine Arbeiten hat er bereits international bedeutende Anerkennung erhalten. So wurde er mit dem Basic and Translational Science Award der amerikanischen Gesellschaft für Radioonkologie (ASTRO) und mit einer Ehrenmitgliedschaft in der spanischen Gesellschaft für Radioonkologie (SEOR) ausgezeichnet.

Foto: Alessandro Winkler (UKB)

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Prof. Dr. Dirk Baumjohann

Professur (W2) für Autoimmunität

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Dirk Baumjohann trat am 01. Februar 2020 die Professur für Autoimmunität mit Tenure Track an der Medizinischen Klinik III für Onkologie, Hämatologie, Immunonkologie und Rheumatologie des UKB an.

Dirk Baumjohann studierte bis 2005 Molekulare Medizin mit immunologischem Schwerpunkt an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Für seine Promotion wechselte er an das Institute for Research in Biomedicine in Bellinzona in der Schweiz. Diese schloss er 2010 erfolgreich an der Universität Bern ab und setzte anschließend seine Forschungstätigkeit an der University of California, San Francisco fort. In den USA blieb er für 4 Jahre bis er schließlich 2014 nach Deutschland zurückkehrte, um an der Ludwig-Maximilians-Universität München eine DFG-geförderte Position als Emmy-Noether-Arbeitsgruppenleiter zu übernehmen. Seinen wissenschaftlichen Fokus setzte Herr Baumjohann hier auf die molekularen und zellulären Aspekte der T-Lymphozyten-Diversität, z.B. auf die Rolle der Zellen während Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose. Für seine Erkenntnisse auf diesem Forschungsgebiet wurde Dirk Baumjohann mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Avrion Mitchison Prize for Rheumatology“.

Im Rahmen seiner Professur möchte Dirk Baumjohann seinen wissenschaftlichen Schwerpunkt beibehalten, um die Hintergründe von Autoimmunerkrankungen weiter zu entschlüsseln und somit das Exzellenzcluster "ImmunoSensation2" zu unterstützen. Zudem möchte er die in Bonn bestehende, enge Verknüpfung zwischen klinischer Forschung und Grundlagenforschung nutzen, um seine Erkenntnisse auch den Patienten zu Gute kommen lassen zu können.

(Foto: privat)

 

Prof. Dr. Jaroslaw Kazimierz Maciaczyk

Professur (W2) für Stereotaxie und funktionelle Neurochirurgie

Prof. Dr. Jaroslaw Kazimierz MaciaczykJaroslaw Kazimierz Maciaczyk trat zum 01. Januar 2020 die Professur für Stereotaxie und funktionelle Neurochirurgie an der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie an.

Nach seinem Studium der Humanmedizin war Herr Maciaczyk zunächst am Universitätsklinikum Bydgoszcz (Polen) tätig. 2002 kam Herr Maciaczyk als wissenschaftlicher Mitarbeiter nach Freiburg und forschte dort am lokalen Universitätsklinikum im Bereich der „Molekularen Neurochirurgie“. Zwei Jahre später nahm er nach seiner Approbation als Arzt in Deutschland auch seine klinische Tätigkeit wieder auf. In den folgenden Jahren fungierte er als Assistenzarzt in der Klinik für Stereotaktische Neurochirurgie des Universitätsklinikums Freiburg. Hier betreute er neuroonkologische Patienten und war unter anderem an der Implementierung der deutschlandweit ersten Operation zur Zellersatztherapie bei Chorea Huntington beteiligt. 2013 machte Herr Maciaczyk seinen Facharzt für Neurochirurgie und nur 2 Monate später habilitierte er sich im selben Fach. Danach fungierte er als Oberarzt in der Neurochirurgischen Klinik an der Universitätsklinik Düsseldorf mit dem Schwerpunkt onkologische Stereotaxie, Radiochirurgie und Funktionelle Neurochirurgie. 2017 wurde er als Consultant Neurosurgeon und Associate Professor für Neurochirurgie an die University of Otago in Dunedin (Neuseeland) berufen. Im selben Jahr erhielt er eine außerplanmäßige Professur an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf.

Seit Beginn seiner klinischen Tätigkeit ist Herr Maciaczyk parallel auch wissenschaftlich tätig. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf der Entschlüsselung der molekularen Grundlagen der Regulation von aus malignen Tumoren abgeleiteten Tumorstammzellen. Für die Ergebnisse seiner Arbeit wurde er mit dem Forschungspreis (2006) der Deutschen Akademie für Neurochirurgie und dem Forschungspreis der Academia Eurasiana Neurochirurgica (2009) ausgezeichnet.

Seine wissenschaftliche und klinische Erfahrung in der stereotaktischen und funktionellen Neurochirurgie möchte Herr Maciaczyk nun an der Universitätsmedizin Bonn einbringen und so die Translation zwischen Forschung und Patientenversorgung in diesem Fach fördern. Dabei liegt sein Augenmerk besonders auf der Verbesserung der Versorgung von Hirntumorpatienten, dem Ausbau der Tiefen-Hirnstimulation sowie der peripheren Neuromodulation als Therapieoptionen für Parkinson- und Schmerzpatienten.

(Foto: Johann F. Saba)

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