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Immunologie und Infektiologie

Seit der Gründung des ersten immunologischen Instituts an der Medizinischen Fakultät im Jahr 2003 hat sich der immunologisch-infektiologische Schwerpunkt ausgesprochen dynamisch entwickelt. 2011 wurde der Forschungsschwerpunkt Gründungsmitglied des Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) der Helmholtz-Gemeinschaft und seit 2012 besteht das Exzellenzcluster ImmunoSensation. Begleitet durch Neueinrichtungen von 14 Professuren und die Gründung von zwei Instituten im thematischen Umfeld des Exzellenzclusters ImmunoSensation wurde ein international sichtbarer leistungsstarker Forschungsschwerpunkt an der Medizinischen Fakultät etabliert. Über den thematischen Bereich „Neuroinflammation“ ist der Schwerpunkt Immunologie und Infektiologie eng mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und dem Schwerpunkt Neurowissenschaften verknüpft.  

Die Ausbildung von exzellentem wissenschaftlichen Nachwuchs ist ein zentrales Anliegen der Mitglieder des Schwerpunkts Immunologie und Infektiologie. Daher wurden an der Medizinischen Fakultät strukturierte und miteinander vernetzte Ausbildungsprogramme für wissenschaftlichen Nachwuchs aller Stufen - vom Master bis hin zur Nachwuchsgruppenleitung - entwickelt. Hierbei liegt ein besonderer Fokus auf der Förderung der Chancengleichheit von Männern und Frauen in der Wissenschaft.

Mit Hilfe eines professionalisierten Wissenschaftsmanagements an der Medizinischen Fakultät konnten weitere Forschungsverbünde im Bereich des Schwerpunkts Immunologie und Infektiologie eingeworben werden. Die erfolgreich eingeworbenen Drittmittelprojekte und die Verleihungen des Leibniz-Preises an die drei Immunologen der Fakultät Prof. G. Hartmann (2012), Prof. C. Kurts (2012), Prof. E. Latz (2018) und Prof. V. Hornung (seit 2016 Genzentrum der LMU) sowie weitere Auszeichnungen unterstreichen die Exzellenz der immunologischen Forschung in Bonn.

Die Forschungsergebnisse des Schwerpunkts Immunologie und Infektiologie sind in der Vergangenheit bereits erfolgreich in klinische Studien, Patente und Wirkstoffe translatiert worden. Im Rahmen des Exzellenzclusters ImmunoSensation kooperieren Wissenschaftler*innen mit der Rheinlandstudie des DZNE. Mitglieder des Schwerpunkts waren zudem an der Gründung von zwei biopharmazeutischen Firmen beteiligt:

  • Die Rigontec GmbH wurde 2014 von Wissenschaftlern des Schwerpunktes gegründet. Die Rigontec GmbH entwickelt RNA Oligonukleotide als Liganden für den immunsensorischen Rezeptor RIG-I. Diese werden zur Immuntherapie von Krebs und Virusinfektionen eingesetzt. Die Rigontec GmbH wurde 2017 vom Pharmakonzern Merck USA übernommen.
  • Wissenschaftler des Schwerpunktes sind auch an der Gründung der IFM Therapeutics Inc. beteiligt, die 2017 vom Pharmakonzern Bristol-Myers erworben wurde. IFM Therapeutics entwickelt sogenannte small molecules als Antagonisten für die beiden immunsensorischen Rezeptoren NLRP3 und STING beispielsweise für die Therapie von Autoimmunerkrankungen.

 

Sprecher: Prof. Dr. med. Gunther Hartmann.
 

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