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Datum: 19.11.2020

Mikrokosmos trifft Makrokosmos: Zusammenarbeit zwischen Pathologie und Nuklearmedizin Prof. Michael Muders und Dr. Susanne Lütje erhalten Projektförderung der Rudolf-Becker-Stiftung

Prof. Michael Muders, Leiter des Rudolf-Becker-Labors für translationale Prostatakarzinomforschung und Oberarzt des Instituts für Pathologie (Direktor Prof. Glen Kristiansen) und Dr. Susanne Lütje, Nachwuchsgruppenleiterin der AG Immunonkologische Bildgebung und Fachärztin der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin (Direktor Prof. Markus Essler) erhalten eine Projektförderung der Rudolf-Becker-Stiftung in Höhe von 230.000 Euro. Geplant ist die Entwicklung und die Charakterisierung neuer radiomarkierter Neuropilin-2 blockierender Substanzen zur Verbesserung der Diagnostik und Therapie des aggressiven metastasierten hormonrefraktären Prostatakarzinoms.

Das hormonrefraktäre Prostatakarzinom ist auch heute nicht kurativ behandelbar. Es entsteht nach zunächst erfolgreicher Therapie mit Antiandrogenen der ersten und zweiten Generation. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate ist immer noch kurz. Auf ossär metastasierten Prostatakarzinomzellen in menschlichen Gewebeproben ist eine signifikante Zunahme der Expression von Neuropilin-2 (NRP2) nachweisbar. NRP2 ist ein Rezeptorprotein, das sowohl in vitro als auch in vivo eine wichtige Rolle bei der Metastasierung spielt. So zeigen neueste Daten der AG Muders in Kooperation mit einer amerikanischen Arbeitsgruppe um Prof. Kaustubh Datta, dass die Blockade von NRP2 zu einer deutlichen Reduktion der Knochenmetastasierung im Mausmodell führt. In Zusammenarbeit, insbesondere mit Gruppen aus dem Exzellenzcluster Immunosensation, sollen im Rahmen des Projekts neue radiomarkierte Neuropilin-2 blockierende Nanobodies zur Verbesserung der Diagnostik und der Therapie des aggressiven metastasierten hormonrefraktären Prostatakarzinoms entwickelt und der mikroskopische Biomarker NRP2 auf makroskopischer Ebene sichtbar gemacht werden.

 

 

Quelle: UKB NewsRoom

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