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Datum: 16.07.2021

Zwei Millionen Euro zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre Erste Projektlinie des Strategiefonds der Universität Bonn fördert zehn Projekte

Die Universität Bonn hat für die Weiterentwicklung von Studium und Lehre einen Strategiefonds eingerichtet, aus dem jährlich Fördermittel von rund zwei Millionen Euro in einem wettbewerblichen Verfahren vergeben werden. Gefördert werden Einzel- oder Gruppenprojekte, die dazu beitragen, die individuellen Potentiale der Studierenden zu stärken, für nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren und den Erwerb digitaler Kompetenzen in der Lehre zu verankern. Lehrende aus fünf Fakultäten und dem Bonner Zentrum für Lehrerbildung (BZL) haben insgesamt 28 Projektskizzen für die erste Förderrunde eingereicht. Zehn Projekte wurden nun von einer Jury ausgewählt und können zeitnah mit der Umsetzung beginnen. Wie kann die universitäre Lehre in Zukunft weiterentwickelt werden?

Die erste Projektlinie des Strategiefonds steht unter dem Titel vielfältig.nachhaltig.digital. Um an der Ausschreibung teilnehmen zu können, mussten die Projekte eines oder mehrere der Themen Diversität, Nachhaltigkeit und Digitalisierung in innovativen Lehr-Lern- bzw. Studienmodellen umzusetzen. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Projekte sind dabei breit gefächert. So zielt ein Projekt aus der Geographie darauf ab, durch den Einsatz digitaler Medien translokale Lernräume zu entwickeln und damit virtuelle Mobilität und alternative Begegnungsmöglichkeiten im Rahmen der geomedialen Hochschullehre zu schaffen. Durch die Produktion und Integration digitaler Formate in das Regelstudium lassen sich fachspezifische Fragestellungen u.a. zur Nachhaltigkeitsforschung anschaulich bearbeiten und erlebbar machen. Ein anderes Projekt aus dem Bereich der Geschichtswissenschaften strebt die Einführung eines dauerhaften, studienbegleitenden und digitalen Lehr-Lern-Mediums an. Dieses soll nicht nur Studierenden in den ersten Fachsemestern die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens näherbringen, sondern auch von höheren Fachsemestern zur Vertiefung von Fachwissen und für Anwendungsübungen genutzt werden können.

„Gerade die Pandemie hat gezeigt, wie schnell und umfassend Hochschulen im Bereich von Studium und Lehre auf neue Situationen reagieren können“, erklärt Prof. Dr. Karin Holm-Müller, bis April Prorektorin für Studium und Lehre und Mitinitiatorin des Strategiefonds. „Jetzt ist es aber wichtig, gezielt zukunftsweisende Projektideen zu fördern und damit Studium und Lehre weiterzuentwickeln.“ Die gesellschaftspolitisch aktuellen Querschnittsthemen Diversität, Nachhaltigkeit und Digitalisierung müssten dabei stärker in den Fokus rücken.

Prof. Dr. Klaus Sandmann, Prorektor für Studium, Lehre und Hochschulentwicklung , zeigt sich begeistert von der großen Bandbreite an Beiträgen: „Die eingereichten Projekte zeigen, wie aufgeschlossen die Lehrenden auch in dieser für alle Beteiligten harten Zeit der Pandemie sind.“ Die äußeren Zwänge der Pandemie hätten dabei sicherlich einen Teil dazu beigetragen, dass man sich nochmal ganz neu mit den Erfordernissen der Lehre habe auseinandersetzen müssen. „Jetzt ist es wichtig, diese innovative Kraft zu nutzen und neue Lehransätze für die Zukunft auszubauen. Die Antragstellenden haben zu diesen Bereichen überaus kreative Ideen entwickelt.“

Der Strategiefonds der Universität wird vom Rektorat aufgelegt. In den kommenden Jahren sollen daraus jährlich Projekte in Höhe von zwei Millionen Euro gefördert werden. Auf die Projektlinie vielfältig.nachhaltig.digital, welche in den kommenden Jahren fortgesetzt wird, werden weitere Projektlinien mit anderen thematischen Schwerpunkten folgen.

Geförderte Projekte 2021-2024:

  • „Geo-Medial – Translokale Lernräume“ - Prof. Dr. Kathrin Hörschelmann, Prof. Dr. Detlef Müller-Mahn (Fachgruppe Erdwissenschaften)
  • „Individuelle Studierendenförderung durch formatives, adaptives Testen“ - Prof. Dr. André Beauducel (Institut für Psychologie) & Prof. Dr. Tobias Raupach (Institut für Medizindidaktik), Koförderung durch die Medizinische Fakultät
  • „Schreibportal – individuelle und kooperative (Selbst-)Lernangebote vor dem Studium/während des Studiums“ - Prof. Dr. Claudia Wich-Reif (Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur‐ und Kulturwissenschaft), Dr. Simon Ebert (Institut für Geschichtswissenschaft) & Dr. Stefan Plasa (Referat für Studium und Lehre der Philosophischen Fakultät)
  • „SpEAking – Sprachkenntnisse als Schlüssel in der gegenwartbezogenen Forschung: Vielfältig, Nachhaltig, International und Digital“ - Prof. Dr. Kristina Großmann (Institut für Orient- und Asienwissenschaften)
  • „Sound Design in digitalen Umwelten. Ein exploratives Lehrforschungsprojekt zu digitaler Klanggestaltung und -analyse“ - Prof. Dr. Jens Papenburg (Institut für Sprach-, Medien- und Musikwissenschaft)
  • „VirtualLab/Jupyter - Kollaboratives Arbeiten beim wissenschaftlichen Rechnen“ - Dr. Oliver-Mark Cordes (Fachgruppe Physik/Astronomie)
  • „Herodots Ägypten und die Altertumswissenschaften: Eine fächerübergreifende digitale Lehr- und Lernplattform“ - Prof. Dr. Ludwig Morenz (Institut für Archäologie und Kulturanthropologie)
  • „Kollaborativ-digitales Arbeiten in den Textwissenschaften“ - Prof. Dr. Elke Brüggen, PD Dr. Peter Glasner (Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft)
  • „Clio's Toolbox“ - Dr. Tobias Weller (Institut für Geschichtswissenschaft)
  • „Geological Mobile Digital Mapping – GeoMoDiM“ - Dr. Mario Valdivia Manchego (Fachgruppe Erdwissenschaften)

Kontakt für die Medien:
Prorektorat Studium, Lehre und Hochschulentwicklung
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