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Promotionen

AbsolventenDer Medizinische Fakultätentag hat in einem Positionspapier 2016 die medizinische Promotion als selbstständig erbrachte und originäre Forschungsleistung definiert, die den Erwerb der Wissenschaftskompetenz belegen soll. Bundesweit wird ein Teil der Dissertationen diesem Anspruch noch nicht gerecht. Dies hat europaweit zur vergleichsweise geringen Anerkennung medizinischer Dissertationen aus Deutschland geführt und erschwert bereits jetzt die Einwerbung europäischer Forschungsmittel. 

Es ist das Ziel der Medizinischen Fakultät, alle Promovenden in einem strukturierten Verfahren zur Promotion zu führen. Erste Schritte in diese Richtung sind die etablierten „Pre SciMed“- und „SciMed“-Programme. Über eine Betreuungsvereinbarung werden darüber hinaus alle Promovierenden erfasst. Die Promotionsordnung verpflichtet Promovend*innen seit Juli 2017 zum Besuch einer Lehrveranstaltung zu den Grundkenntnissen wissenschaftlichen Arbeitens. In inhaltsbezogenen Modulveranstaltungen soll die Vermittlung wissenschaftlicher Fertigkeiten vertieft werden. Alle Promovend*innen müssen vor Beginn ihrer Arbeit einen orientierenden Abstract zur Fragestellung ihrer Dissertation und dem geplanten methodischen Vorgehen einreichen. Kritische Arbeiten können so bereits vor Beginn der Projektphase erkannt werden.

Die Publikation der Promotionsergebnisse in Journalen mit Peer-Review-Verfahren ist ein wichtiges Kriterium für die Benotung der Dissertation. Um den Anteil solcher Arbeiten zu erhöhen, wird die Möglichkeit einer Publikationsdissertation angeboten. Es sind weitere Module geplant, welche Promovend*innen bei Publikationen unterstützen sollen. Eine Rigorosumsprüfung soll einen Kurzvortrag des Promovenden beinhalten.

Mit der Umsetzung der dargestellten Maßnahmen wird der Anteil der Dissertationen, die ein anerkannt hohes wissenschaftliches Niveau aufweisen, deutlich gesteigert werden.

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