Universität Bonn

Medizinische Fakultät

29. März 2022

Einweihung des Lehrgebäudes – Erweiterungsbau Einweihung des Lehrgebäudes – Erweiterungsbau

Hervorragende Bedingungen für die Lehre am Universitätsklinikum Bonn

Am 29. März wurde am Universitätsklinikum Bonn (UKB) der Erweiterungsbau des Lehrgebäudes feierlich eingeweiht. Das Bauwerk ist über eine Brücke mit dem Bestandsgebäude verbunden und bietet aufgrund seiner technischen Ausstattung den mehr als 3.000 Medizinstudierenden hervorragende Bedingungen. Die umfangreichen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen wurden im vorgesehenen Zeitplan von einem Jahr unter strikter Einhaltung des Kostenrahmens realisiert. Die Finanzierung des Baus erfolgte über das Förderprogramm zur Verbesserung der Qualität der Lehre in der Medizin (MIWF – NRW / 2016), das Teil des Hochschulpakts III von Bund und Ländern ist.

Einweihung des Lehrgebäudes – Erweiterungsbau
Einweihung des Lehrgebäudes – Erweiterungsbau © (UKB)/J.F. Saba
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Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKB, betont bei der Begrüßung der Gäste: „Wir haben uns sehr bewusst dafür entschieden, unser Lehrgebäude für die mehr als 3.000 Medizin-Studierenden mit dem Erweiterungsbau in der Nähe unseres Bildungszentrums zu errichten, weil wir die interdisziplinäre Ausbildung fördern möchten.“ Das Lehrgebäude ist ein zentraler Lehr- und Lernort für das Medizinstudium in Bonn: Ein Großteil der Lehrveranstaltungen des klinischen Studienabschnitts finden hier statt, ebenso wie Veranstaltungen der Vorklinik mit klinischen Bezügen, der Zahnmedizin oder weiterer Studiengänge.

Das Lehrgebäude soll ein Ort des Austauschs und des Campuslebens darstellen, an dem Lernende sowie Lehrende verschiedener Disziplinen und Professionen zusammenkommen. Ergänzt wird das Angebot durch das neue, in strategisch günstiger Lage errichtete Bildungszentrum. Gemeinsam mit dem perspektivisch weiterzuentwickelnden Skillslab soll damit eine praxisorientierte, interprofessionelle Ausbildung der Gesundheitsberufe am Standort Bonn realisiert werden. Die räumliche Nähe zum Bildungszentrum ermöglicht einen noch stärkeren berufsgruppenübergreifenden Austausch. Neben den Medizin-Studierenden bildet das Universitätsklinikum Bonn über 500 junge Menschen jährlich für verschiedene Gesundheitsberufe aus.

Investition für die Verbesserung der Lehre in der Medizin


Der Erweiterungsbau wurde für die geplanten 6,8 Millionen Euro inklusive Ersteinrichtung und Wiederherstellung der Außenanlagen beauftragt und realisiert aus dem Maßnahmen- und Investitionsprogramm zur Verbesserung der Qualität der Lehre in der Medizin. „Dafür sind wir dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sehr dankbar,“ so Holzgreve weiter.

Gemeinsam (digital) lehren, lernen und prüfen


Die interaktive Lehrmedientechnik in dem Gebäude ermöglicht den Lehrenden, ansprechende Angebote anzubieten, die alle Umsetzungsformen abdecken – digital, hybrid oder auch klassisch. Ein medientechnisch ergänztes Stockwerk mit digitaler Aufzeichnungstechnologie und Beobachtungsmöglichkeiten wie in professionellen Simulationsräumen bietet hervorragende Möglichkeiten für die Lehre. Prof. Dr. Bernd Weber, Dekan der Medizinischen Fakultät: „Mit der Erweiterung des Lehrgebäudes gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt in der Verbesserung der Infrastruktur für unsere Lehre. Dieses Gebäude wird dabei sowohl für moderne Lehr- und Prüfungsformate als auch zum Selbstlernen der Studierenden genutzt werden können.“

Die Erweiterung des Lehrgebäudes ermöglicht die Umsetzung moderner OSCE-Prüfparcours, die auch praktische Aufgaben beinhalten. OSCE steht für Objective Structured Clinical Evaluation, eine Prüfungsform, in der neben theoretischem Wissen auch ganz praktische Fähigkeiten wie das Bewältigen ärztlicher Routinen und der angemessene Umgang mit Patienten geprüft wird. Eine OSCE ist wie ein Prüfungsparcours aufgebaut. Die Studierenden durchlaufen nacheinander verschiedene Stationen, die sich beispielsweise mit der Anamnese, Untersuchungsmethoden, Befundinterpretationen und dem Patientenmanagement beschäftigen. Durch die neuen Räume mit Videoaufzeichnung und Beobachtungsfenstern können zukünftig neben möglichen Lehrsimulationen auch die Prüfungen verbessert gestaltet werden.

Dabei gibt der Masterplan Medizinstudium 2020 sowie der aktuelle Referentenentwurf der neuen Ärztlichen Approbationsordnung den entsprechenden Rahmen an Lerninhalten und (digitalen) Unterrichts- und Prüfungsformaten vor. Das veränderte Curriculum für die Medizinstudierenden erforderte zusätzliche Praktika- bzw. Arbeitsräume, sowie eine Ergänzung der Lehrräume, die mit dem Anbau gegeben sind, dessen Dach begrünt ist und optional für Photovoltaik nachgerüstet werden kann. Ein großer Vorteil des Erweiterungsbaus liegt in der synergetischen Nutzung der Räume. So erlauben beispielsweise mobile Trennwände die erforderliche Flexibilität. Auf einer Brutto-Grundfläche von 1.407 qm können die Studierenden nun zehn Seminarräume nutzen – wovon vier flexibel unterteilbar sind.

Entsprechend der aktuell geltenden strengen Hygienebestimmungen konnten wenige Präsenzgäste an der Veranstaltung teilnehmen, die auch per Zoom übertragen wurde. Im Anschluss an die Veranstaltung fand eine Führung durch das neue Gebäude statt, an der auch Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen teilnahm.

Pressekontakt:
Stabsstelle Kommunikation und Medien
am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Tel.: 0228 287-13632; E-Mail: ukb-medien@ukbonn.de

Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 400.000 Patient*innen betreut, es sind 8.300 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,3 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr rund 600 junge Menschen in anderen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den vierthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW.

 

Quelle: UKB Newsroom

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