Universität Bonn

Medizinische Fakultät

21. Juli 2022

Krebsmedizin in NRW weiterhin Spitze Krebsmedizin in NRW weiterhin Spitze

Deutsche Krebshilfe zeichnet Centrum für Integrierte Onkologie aus

Das Centrum für Integrierte Onkologie Aachen Bonn Köln Düsseldorf (CIO ABCD) ist von der Deutschen Krebshilfe erneut als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet worden. Ein internationales Gutachtergremium hat dem CIO eine erhebliche Weiterentwicklung der Krebsmedizin sowie eine Patientenversorgung auf höchstem Niveau bescheinigt. Mit der Auszeichnung verbunden ist auch eine finanzielle Förderung in Höhe von 6,2 Millionen Euro über vier Jahre.

Krebsmedizin in NRW weiterhin Spitze
Krebsmedizin in NRW weiterhin Spitze © Universitätsklinikum Bonn
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Die Unikliniken und medizinischen Fakultäten der Standorte Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf haben 2018 eine Allianz in Form eines gemeinsamen Krebszentrums geschlossen. 2019 wurde das CIO als erstes vierstandortiges Zentrum von der Deutschen Krebshilfe auf Anhieb als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet. Seitdem arbeiten mehr als 200 Kliniken und Institute unter dem Dach des „Centrums für Integrierte Onkologie Aachen Bonn Köln Düsseldorf – kurz CIO ABCD“ zusammen, um für Betroffene in der Region die bestmögliche Krebsversorgung zu gewährleisten, aber auch um aktuelle, innovative Erkenntnisse aus der Krebsforschung schnellstmöglich in die klinische Praxis zu überführen.

Der Vorsitzende des Direktoriums des CIO ABCD, Univ.-Prof. Dr. Tim Brümmendorf von der Uniklinik RWTH Aachen freut sich über die erneute Auszeichnung: „Das Ziel unserer höchst innovativen Allianz ist es, dass unser Kooperationsmodell möglichst vielen Krebspatienten in unserer Region nutzt. Dafür wollen wir uns mit den Kliniken und Onkologen in NRW immer besser vernetzen und ihnen – und damit auch ihren Patientinnen und Patienten – den Zugang zu den vielen innovativen Therapiekonzepten, die die onkologische Forschung seit einigen Jahren verstärkt hervorbringt, zu ermöglichen.“

Über den Zusammenschluss der universitären Standorte Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf werden höchste Versorgungsstandards für die mehr als 65.000 Menschen, die in dieser Region Nordrhein-Westfalens jedes Jahr neu an Krebs erkranken, definiert. Viele der Krebsexpertinnen und Krebsexperten aus dem CIO sind führend in ihrem Fachgebiet und arbeiten maßgeblich an nationalen Leitlinien zur Behandlung der verschiedenen Krebserkrankungen mit. „Die erneute Förderung des CIO ABCD durch die Deutsche Krebshilfe werden unsere Forschungsaktivitäten verstärkt gebündelt und synergistisch weiter entwickelt, um innovative Therapien und Diagnostik effektiver und noch mehr Patienten anbieten zu können.“ So Prof. Dr. Peter Brossart, Direktor und Vorstandsvorsitzender des CIO Bonn.

Vor allem die Forschung profitiert von dem Zusammenschluss. Krebs umfasst mehr als 200 unterschiedliche Erkrankungen und innerhalb jeder Krebsart gibt es zahlreiche Untergruppen, die alle unterschiedliche Therapieansätze benötigen. „Die Komplexität in der Krebsforschung wird immer größer und deshalb können wir aus unserem CIO-Netzwerk insbesondere im Bereich klinische Studien Vorteile ziehen“, so Prof. Brümmendorf weiter. „Wir behandeln im CIO zusammen rund 100.000 Patienten im Jahr – das und die hervorragende Abstimmung untereinander erleichtern es uns ungemein, unserem Anspruch gerecht zu werden, einer Vielzahl unserer Patienten den Zugang zu innovativen neuen Behandlungsstrategien zu ermöglichen.“

Darüber hinaus werden in der Mildred-Scheel-School of Oncology ABCD junge Ärzte und Wissenschaftler für die moderne onkologische Forschung interdisziplinär ausgebildet. Hier profitiert das Lehrangebot ebenfalls sehr von den vielen unterschiedlichen Expertinnen und Experten an den vier Standorten.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven, freut sich über den Erfolg des Programms: „Mit unserer CCC-Initiative haben wir vor 15 Jahren einen wichtigen Anstoß gegeben, um die Krebsmedizin bundesweit auf ein sehr hohes Niveau zu bringen. Es freut uns sehr, dass das Programm und dessen Entwicklung inzwischen auch international höchste Anerkennung finden“.

Weitere Informationen:

Stiftung Deutsche Krebshilfe
www.krebshilfe.de/informieren/presse/pressemitteilungen/ krebszentrum-cio.de

Centrum für Integrierte Onkologie – Aachen Bonn Köln Düsseldorf:
www.krebszentrum-cio.de

Centrum für Integrierte Onkologie – Bonn
www.ciobonn.de

Uniklinik RWTH Aachen
Dr. Mathias Brandstädter
kommunikation@ukaachen.de
0241 80 89893


Universitätsklinikum Bonn
Viola Röser
Viola.Roeser@ukbonn.de
0228 287 10469


Uniklinik Köln
Timo Mügge
presse@uk-koeln.de
0221 478 5548


Universitätsklinikum Düsseldorf
Tobias Pott
presse@med.uni-duesseldorf.de
0211 81 08247


Das Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Bonn ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute am Universitätsklinikum zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller bösartigen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. 2018 wurde aus dem seit 2007 bestehenden CIO Köln Bonn mit den universitären Krebszentren aus Aachen, Köln und Düsseldorf das „Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf“ gegründet. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 400.000 Patient*innen betreut, es sind 8.300 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,3 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr rund 600 junge Menschen in anderen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den dritthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW.

Quelle: ukbnewsroom

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