Die Gewinner-Teams aus Bonn arbeiten an innovativen Lösungen gegen spezielle Erkrankungen, wie Krebs oder Atemwegsinfektionen. Die Preise umfassen individuelles Coaching und Marketingunterstützung sowie die Mitgliedschaft im BioRiver e.V. mit Zugang zu einem Netzwerk von Fachleuten und Unternehmen aus der Life-Science-Branche. So können sich die Projekte schnell professionell weiterentwickeln und wachsen.
Über OncoDegrade
Den zweiten Platz belegte das Team „OncoDegrade“ um Dr. Lorenzo Cianni. Er forscht an neuen Wirkstoffen gegen Krebs und ist PostDoc in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Radosław Nowak (Institut für Strukturbiologie, UKB). Für das Projekt arbeitete er zusammen mit Prof. Dr. Michael Gütschow (Pharmazeutisches Institut, Uni Bonn), Prof. Dr. Christian Steinebach (Universität Greifswald, zuvor Wissenschaftler am Pharmazeutischen Institut, Bonn), Prof. Dr. Aleksandra Pandyra (Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie, UKB) und Prof. Dr. Dirk Baumjohann (Medizinische Klinik III, UKB). „Ich freue mich sehr, dass OncoDegrade den zweiten Platz erreicht hat. Obwohl ich die Ehre hatte, zu pitchen, ist diese Leistung das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen an der Uni und dem UKB, und ich möchte allen Beteiligten, die dieses Projekt mit solcher Geschwindigkeit, Strenge und Begeisterung vorantreiben, ein herzliches Dankeschön aussprechen,“ betonte Lorenzo Cianni.
OncoDegrade entwickelt eine neue Generation von Wirkstoffen gegen Krebs. Dabei handelt es sich um besondere, bivalente kleine Moleküle, die gezielt bestimmte Proteine im Körper abbauen können. Ihre neue Wirkweise ermöglicht einen sehr effizienten und präzisen Proteinabbau. Dadurch sollen unerwünschte Nebenwirkungen, Fehlwirkungen auf andere Proteine (Off-Target-Effekte) und Toxizität verringert werden – bei gleichzeitig besserer therapeutischer Wirksamkeit. Die zugrunde liegende chemische Plattform ist modular aufgebaut und gut skalierbar, sodass sie schnell auf weitere wichtige therapeutische Zielproteine ausgeweitet werden kann.
Über ColdEx
Dr. Christine Wuebben erhielt den dritten Preis für ihr Projekt „ColdEx“, das ein antivirales Nasenspray gegen Atemwegsinfektionen entwickelt. Sie ist PostDoc in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. med. Gunther Hartmann (Institut für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie, UKB). „Die Mitgliedschaft im BioRiver Boost eV ist für mich enorm wertvoll, da es uns ein langfristiges Netzwerk aus Industriepartnern, Investor*innen und Gründer*innen öffnet. Zusammen mit dem zugeschnittenen Coaching kann unser Team ColdEx schon früh so aufstellen, dass aus einer starken wissenschaftlichen Grundlage ein nachhaltig wachsendes Unternehmen wird,“ freute sich Dr. Christine Wuebben.
ColdEx ist ein innovatives molekulares Schutzschild, das einen breiten und früh wirksamen Schutz vor Atemwegsviren bietet. Es soll als einfach anzuwendendes, nicht-invasives Nasenspray verabreicht werden. Der Wirkstoff aktiviert direkt in der Nasenschleimhaut den natürlichen antiviralen Abwehrmechanismus des Körpers – genau dort, wo Viren typischerweise zuerst eindringen. So kann das Immunsystem Virusinfektionen rasch erkennen und bekämpfen. Nach der klinischen Entwicklung wird Coldex das Potenzial haben, einen effektiven, schnellen und langanhaltenden Schutz vor schweren Atemwegsvirusinfektionen zu bieten.
Über den Start-up-Wettbewerb BioRiver Boost!
Seit 2014 können sich jedes Jahr junge Unternehmen, die marktverändernde, innovative Technologien oder Dienstleistungen für die Biotechnologie- oder Life-Science-Branche entwickeln, für den BioRiver Boost! Startup-Wettbewerb bewerben. Der von BioRiver organisierte und durch das Engagement der Vereinsmitglieder, Partner*innen und Life-Science Unternehmen ermöglichte BioRiver Boost! ist offen für Start-ups aus ganz Europa.