Zellgenaue Konzentrationsmessungen im Nervengewebe
Das Element Natrium spielt für die Funktion des Nervensystems eine zentrale Rolle. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Instituts für Neurobiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun unter Beteiligung der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn die Natriumkonzentration in Astrozyten, speziellen Zellen im Gehirn, genauer untersucht. Die Forschenden entwickelten dazu eine Methode, mit der sie den Natriumgehalt einzelner Zellen im Gewebe direkt sichtbar machen können, wie sie nun in der Fachzeitschrift Nature Communications beschreiben.
Ticketvorverkauf für „Noten und Neuronen“ gestartet
Der Ticketvorverkauf für das erste Konzert der neuen Veranstaltungsreihe „Noten und Neuronen“ ist gestartet. Zum Auftakt des außergewöhnlichen Wissenschafts- und Musikprojekts stehen am 10. Juli 2026 die Bläck Fööss gemeinsam mit dem Kammerorchester des Gürzenich-Orchesters Köln und dem UKB-Chor sowie dem UKB-Projektorchester, das unter anderem aus verschiedenen Ensembles der Universität Bonn zusammengestellt wurde, in der Kölner Philharmonie auf der Bühne. In der vergangenen Woche waren die Bläck Fööss auf dem Campus des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und ließen sich mit einem Hochleistungs-MRT in ihre Gehirne gucken.
Gründungsprojekt des UKB und der Universität Bonn erhält GO-Bio next-Förderung des BMFTR über 2.7 Millionen Euro
„PearNet“ entwickelt spezielle Wearables – das heißt am Körper getragene elektronische Geräte –, die Epilepsie-Patientinnen und -Patienten vor Anfällen warnen und diese gleichzeitig beobachten und aufzeichnen. Das Projekt von Forschenden des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn erhält jetzt eine Förderung von rund 2,7 Millionen Euro für drei Jahre über das Programm GO-Bio next des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Damit soll dessen Ausgründung weiter vorbereitet werden, um so das Wearable-Set als Produkt auf den biotechnologischen Markt zu bringen.
Mythen-Check beim Abendessen
Wer heute etwas für die eigene Gesundheit tun möchte, informiert sich häufig auf Instagram, TikTok & Co. Doch was ist dran an Posts und Trends der Gesundheits-Influencer? Am 13. Mai lud das Exzellenzcluster ImmunoSensation3 der Universität Bonn zum gemeinsamen Abendessen mit fünf Professor*innen, um dieser Frage nachzugehen. In entspannter Atmosphäre wurden Social Media-Beiträge zu Gesundheit und Immunsystem vorgestellt, von den rund 40 Teilnehmenden diskutiert und gemeinsam mit den Expert*innen eingeordnet. Der Auftakt des neuen Formats fand im Rahmen des Bonner „Mai der Wissenschaft“ im John Barleycorn statt.
Neue Forschungsverbünde stärken Universität Bonn
An der Universität Bonn wird ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) eingerichtet. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben. Das Verbundprojekt „FoodDiverse“ erforscht die Diversifizierung von Ernährungssystemen. Zudem ist die Universität an einem neuen SFB/Transregio zu Erzählungen aus vormodernen Zeiten und verschiedenen kulturellen Kontexten beteiligt. Zwei bereits bestehende SFB/Transregio werden für eine weitere Förderperiode verlängert. Transregios werden von mehreren antragstellenden Hochschulen gemeinsam getragen.
Diagnose: Zukunft – Medizin von morgen mitten in Bonn erleben
Ohne Vorkenntnisse realitätsnah operieren oder beobachten, wie das eigene Gehirn auf Rhythmen reagiert? Bei der Bonner Wissenschaftsnacht ist das bis in den späten Abend möglich. Dann verwandelt sich der Münsterplatz, das P26 und das Haus der Bildung in lebendige Orte der Begegnung zwischen transdisziplinärer Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Depression drückt die Vorfreude, nicht den Genuss
Der im Alltag empfundene und sehr belastende Verlust von Interesse oder Freude an normalerweise positiven Aktivitäten, ist ein Kernsymptom einer schweren Depression. Doch bisher ist es unklar, wie genau sich diese Anhedonie, auch bekannt als Belohnungsdefizit, manifestiert. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn sowie des Universitätsklinikums Tübingen haben herausgefunden, dass Personen mit Depressionen Essen nicht als weniger belohnend empfinden, wenn sie es tatsächlich konsumieren. Die Unterschiede zu Personen ohne Depression ergeben sich in der Erwartung: wie sehr sie etwas wollen, bevor sie es erhalten. Dieses verminderte Verlangen hängt auch mit dem klinischen Ausmaß der Anhedonie zusammen. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im Fachjournal „Cell Reports Medicine“ erschienen.
Exponat der Uni Bonn beim Parlamentarischen Empfang der MS Wissenschaft
Die MS Wissenschaft ist wieder unterwegs durch Deutschland, Österreich und Polen. Beim Parlamentarischen Empfang an Bord der MS Wissenschaft am 7. Mai in Berlin hat die Exzellenzuniversität Bonn ihr Exponat führenden Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft vorgestellt. Das Bundesministerium für Forschung, Transfer und Raumfahrt (BMFTR) und der Veranstalter Wissenschaft im Dialog hatte das Bonner Exponat als eines von nur drei aus den rund 30 Exponaten an Bord des Ausstellungsschiffes für den Abend ausgewählt.