Mit Licht neue Medikamente herstellen
Forschende der Universität Bonn entwickeln gemeinsam mit dem Biotech-Startup Ningaloo Biosystems GmbH eine neuartige Technologien zur Herstellung von Biopharmazeutika. Dazu erhalten die beiden Kooperationspartner bis Ende 2025 eine Förderung des „Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand“ (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz in Höhe von ingesamt 440.000 Euro.
Pitch4Med Contest unter Beteiligung Bonner Initiativen
In Kooperation der Standorte der Universitätsmedizin Bonn und Düsseldorf präsentierten innovative medizinische Gründungsprojekte beider Einrichtungen ihre visionären Ideen und pitchten vor einer hochkarätigen Jury aus Investor:innen, Branchenexpert:innen und erfahrenen Gründungspersönlichkeiten in der O.A.S.E. der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Das Qualitätsmanagementsystem des UKB wurde für die Entwicklung von Software als Medizinprodukt zertifiziert
Digitale Modelle und Algorithmen zur Unterstützung der Behandlung von Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern und Arztpraxen versprechen zukünftig enorme Verbesserungen der Patientenversorgung. Um sicherzustellen, dass solche Innovationen auch sicher für die behandelten Patienten sind, sind diese Entwicklungen in der EU streng reguliert. Die Entwicklung und das Inverkehrbringen solcher als Medizinprodukt klassifizierter Software stellt Mediziner, Forscher und Software-Experten vor enorme Herausforderungen. Um digitale Innovationen in der Medizin schneller zur Marktreife zu bringen und Ausgründungen aus Hochschulen zu erleichtern, riefen das Universitätsklinikum Bonn (UKB), die Medizinische Fakultät und das Transfercenter enaCom der Universität Bonn deshalb 2021 den „Bonn Hub for Algorithmic Innovation in Medicine“ (BoHAIMe) ins Leben. Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE) unterstützt das Vorhaben mit rund 1,8 Millionen Euro. Mit der offiziellen Zertifizierung des in BoHAIMe aufgebauten Qualitätsmanagementsystems nach EN ISO 13485 konnte nun eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung und das Inverkehrbringen streng regulierter, patientensicherheitskritischer Software als Medizinprodukt geschaffen werden.
Prototypisierungsgrants #3: KI für Forschungsinfrastruktur, nachhaltige Roboter und antivirales Nasenspray
Innovationen aus der KI-gestützten Sozialwissenschaften, der nachhaltigen Landwirtschaft und der Medizin werden in der 3. Runde der Prototypisierungsgrants vom Transfer Center enaCom der Uni Bonn gefördert. Ob eine KI-Lösung zum besseren Verständnis der Nutzer*innengruppen von Forschungsinfrastrukturen, ein Roboter, der Unkraut je nach Art unterschiedlich behandelt, oder ein vorbeugend schützendes Nasenspray – Wissenschaftler*innen aus der Universität Bonn und dem Universitätsklinikum Bonn entwickeln innovative Prototypen für praktische Herausforderungen unserer Zeit. Die Erkenntnisse aus der Forschung werden mit den Prototypisierungsgrants für eine geplante Vermarktung vorbereitet. Die Grants mit einer Fördersumme von bis zu 50.000 € werden regelmäßig vom Transfer Center ausgeschrieben.
Adipositastherapie ohne Spritze
Lokal Fett abbauen durch einfache Wirkstoffgabe auf die Haut: Eine klinische Studie der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn (UKB) soll die Wirksamkeit dieser innovativen Methode nun bestätigen. Das Projekt „Miraskin“ erhält dafür bis 2026 eine Förderung in Höhe von 1,7 Millionen Euro aus dem Programm „VIP+“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Drei GO-Bio initial Projekte starten in Bonn
Neue Forschungsansätze mit hohem Innovationspotential im Bereich der Lebenswissenschaften identifizieren und diese erfolgreich in marktfähige Produkte und Dienstleistungen weiterentwickeln – das ist das Ziel der Fördermaßnahme GO-Bio initial vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Gleich drei Projekte des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn erhalten diese Förderung für ihre Verwertungsideen in der sogenannten Sondierungsphase: Bei „ImmunoBright“ wird an einer immunologischen Methode zur Behandlung von Krebs gearbeitet, im Projekt „Bone2Gene“ sollen mit Künstlicher Intelligenz (KI) Knochenerkrankungen erkannt werden und im Rahmen von „Cominatory Asthma Endotyping Assay“ wird eine neue Diagnosemethode für Asthma entwickelt.
Künstliche Intelligenz erkennt Muster im Verhalten
Forschende der Carnegie Mellon University (USA), des Universitätsklinikums Bonn und der Universität Bonn haben eine Open-Source-Plattform mit dem Namen A-SOiD entwickelt, die benutzerdefiniertes Verhalten lernen und erkennen kann, und zwar nur aus Videos. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt im Fachmagazin „Nature Methods“ veröffentlicht.
Krankheiten präziser erkennen mit Lysosomen-Analyse
Das Lysosom ist Teil der menschlichen Zellen und wird mit einer Vielzahl von Krankheiten in Verbindung gebracht, darunter auch Krebs. Von Lysosomen stammende Proteine haben hohes Potential, um als sogenannte Biomarker Krankheiten im menschlichen Körper anzuzeigen. Ein Forschungsteam um Dr. Dominic Winter (Institut für Biochemie und Molekularbiologie und Universitätsklinikum Bonn) hat eine innovative Methode entwickelt, um lysosomale Proteine zu analysieren und so potentielle neue Biomarker zu entdecken. Mit dieser Methode könnten Krankheiten in Zukunft besser diagnostiziert werden. Das Projekt wird nun mit einem Prototypisierungsgrant gefördert, um die Methode weiter zur Marktreife zu entwickeln. Die Grants mit einer Fördersumme von bis zu 50.000 € werden regelmäßig vom Transfer Center enaCom vergeben. Aktuell können Bewerbungen für eine Prototypenentwicklung in 2024 zum 31.05.2024 eingereicht werden.