Internationale Top-Auszeichnung für Bonner Pathologen
Große internationale Anerkennung für die Pathologie des Universitätsklinikums Bonn (UKB): Glen Kristiansen ist mit der renommierten Paul-Albert-Grawitz-Medaille der International Society of Urological Pathology (ISUP) ausgezeichnet worden. Die Ehrung zählt zu den höchsten Auszeichnungen in der Uropathologie und würdigt sein langjähriges Engagement für die internationale Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung diagnostischer Standards.
Palliativmedizin früher in die Herzmedizin integrieren
Palliativmedizin wird in der öffentlichen Wahrnehmung häufig mit der letzten Lebensphase gleichgesetzt. Tatsächlich ist sie jedoch weit mehr als Sterbebegleitung. Moderne Palliativmedizin setzt nicht erst dann ein, wenn eine Erkrankung als unheilbar gilt und der Tod unmittelbar bevorsteht. Vielmehr zielt sie darauf ab, Leiden frühzeitig zu lindern, Symptome zu kontrollieren und Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen über einen oft langen Krankheitsverlauf hinweg zu begleiten. Häufig ist dies ein Prozess, der sich über Wochen und Monate erstecken kann. Eine internationale Autorengruppe unter der Leitung von Medizinerinnen und Medizinern des Universitätsklinikums Bonn (UKB) zeigt nun in einer umfassenden Übersichtsarbeit, dass dieses Verständnis insbesondere in der Herz-Kreislauf-Medizin noch nicht ausreichend verankert ist. Die Studie wurde im renommierten European Heart Journal veröffentlicht und basiert auf der Auswertung von über 1.000 wissenschaftlichen Publikationen und Datensätzen.
Umwelt, Darm und Parkinson
Warum erkranken manche Menschen an Parkinson, während andere trotz ähnlicher Voraussetzungen gesund bleiben? Ein neues gemeinsames Forschungsprojekt des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn zusammen mit der Universität Augsburg geht dieser Frage mit einem ungewöhnlichen Ansatz nach: dem sogenannten Exposom, also der Gesamtheit aller Umweltfaktoren, denen ein Mensch im Laufe seines Lebens ausgesetzt ist – von Ernährung über Umweltchemikalien bis hin zu Mikroplastik. Das Projekt „ExPres-RBD“ wird von der Walter und Ilse Rose-Stiftung mit über 400.000 Euro gefördert und untersucht erstmals systematisch, wie Umweltfaktoren und biologische Prozesse im Körper zusammenwirken und möglicherweise zur Entstehung von Parkinson beitragen können.
DDG fördert Forschungsprojekt zur diabetischen Retinopathie am Universitätsklinikum Bonn
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) fördert ein neues Forschungsprojekt zur Früherkennung und Prävention diabetischer Netzhautschäden am Universitätsklinikum Bonn (UKB). Dr. Katharina Wall, Assistenzärztin an der Augenklinik des UKB, erhält für ihr Projekt „Longitudinale Analyse des Einflusses karotinoidhaltiger Ernährung auf die makuläre Pigmentdichte (MPOD) als Progressionsmarker der diabetischen Retinopathie“ eine Projektförderung der DDG. Ziel der Förderung ist es, innovative Forschungsansätze zur Verbesserung der Prävention, Diagnostik und Therapie von Diabetes und seinen Folgeerkrankungen zu unterstützen.
Anmeldestart für das Universitätsfest 2026: Jetzt Plätze sichern!
Die Universität Bonn lädt alle Absolventinnen und Absolventen herzlich zum Universitätsfest 2026 ein! Die Veranstaltung findet am Samstag, 11. Juli 2026 erstmals auf dem Kunst!Rasen-Gelände in der Rheinaue statt. Die obligatorische Anmeldephase beginnt am 16. März 2026 um 12:00 Uhr und endet am 31. Mai 2026.
Gründungswettbewerb start2grow prämiert „SxDiagnostics“
Das Projekt „SxDiagnostics“ von der Universität Bonn und dem Universitätsklinikum Bonn (UKB) setzte sich im bundesweiten Wettbewerb start2grow gegen über 100 Konkurrenz-Teams durch und kam unter die (geteilten) Plätze 4 bis 10. Start2grow wird bundesweit von der Wirtschaftsförderung Dortmund ausgeschrieben und feierte in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.
AnatoVisio: CT-Bilder erweitern die anatomische Lehre am UKB und an der Universität Bonn
Mit dem Lehrprojekt „AnatoVisio“ entwickeln das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Universität Bonn ihre anatomische Ausbildung gezielt weiter. Ziel ist es, Medizinstudierende bereits im vorklinischen Studienabschnitt systematisch an die Interpretation medizinischer Schnittbildgebung heranzuführen und so die klassische Präparationslehre um eine interdisziplinäre Komponente zu ergänzen.
Neuer Therapieansatz bei Anastomoseninsuffizienz nach Darm-OP
Eine Darmanastomoseninsuffizienz – das unvollständige Zusammenwachsen von Darmnähten nach kolorektalen Eingriffen – betrifft bis zu 30 Prozent der Operierten und kann zu schweren Komplikationen bis hin zu einer Sepsis führen. Unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und dem Amsterdam UMC zeigte ein internationales Forschungsteam nun erstmals den entscheidenden Mechanismus für eine erfolgreiche Verbindung zweier Darmabschnitte, fachsprachlich Darmanastomose. Die Ergebnisse der Studie sind kürzlich in der Fachzeitschrift „Cellular and Molecular Gastroenterology and Hepatology“ veröffentlicht worden.