Universität Bonn

Medizinische Fakultät

Neuer Therapieansatz bei Anastomoseninsuffizienz nach Darm-OP
Eine Darmanastomoseninsuffizienz – das unvollständige Zusammenwachsen von Darmnähten nach kolorektalen Eingriffen – betrifft bis zu 30 Prozent der Operierten und kann zu schweren Komplikationen bis hin zu einer Sepsis führen. Unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und dem Amsterdam UMC zeigte ein internationales Forschungsteam nun erstmals den entscheidenden Mechanismus für eine erfolgreiche Verbindung zweier Darmabschnitte, fachsprachlich Darmanastomose. Die Ergebnisse der Studie sind kürzlich in der Fachzeitschrift „Cellular and Molecular Gastroenterology and Hepatology“ veröffentlicht worden.
Bundesforschungsministerium fördert PREVENT mit drei Millionen Euro
Einst galt die „Pille“ als revolutionär, dann wurde sie zum gängigsten Verhütungsmittel, heute sehen Menschen die Kontrazeption mithilfe von Hormonen vielfach kritisch. Ein Forschungsteam der Goethe-Universität und ihrer Kooperationspartner am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Ludwig-Maximilians-Universität München hat jetzt das Projekt PREVENT zur Entwicklung nicht-hormoneller Verhütungsmittel gestartet. Die Forschenden wollen ein Verfahren zur Entwicklung neuartige Wirkstoffe zur Empfängnisverhütung bei Frau und Mann etablieren. PREVENT wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) bis 2029 mit drei Millionen Euro gefördert.
Sprungbrett in die Forschung
Herausragende junge Forschende beim Start in ihre wissenschaftliche Karriere unterstützen – das ist das Ziel des Förderprogramms BONFOR der Medizinischen Fakultät Bonn. Am Dienstag, 16. Juni 2026, geben geförderte Nachwuchswissenschaftler*innen von 9 bis 17 Uhr im Hörsaal des Biomedizinischen Zentrum I (BMZ I) am Universitätsklinikum Bonn (UKB) Einblicke in ihre Projekte. Die besten durch BONFOR und das SciMed-Promotionskolleg geförderten Arbeiten werden mit Forschungspreisen ausgezeichnet. Interessierte sind herzlich eingeladen!
Mindsets sind unsere Fesseln!?
Wie wir die Welt sehen, hängt von unserer inneren „mentalen Brille“, unseren Mindsets, ab. Sie beeinflussen, welche Informationen wir wahrnehmen, wie wir sie einordnen und wie wir handeln. Wirksam werden Mindsets auch dort, wo gesellschaftliche Erwartungen und Normen tief verankert sind – etwa bei Geschlechterrollen. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts diskutiert Dr. Lisa Hoffmann mit Moderator Denis Nasser die These „Mindsets sind unsere Fesseln!?“.
Uni Bonn erhält Start-up Center.NRW zu Life Sciences und KI
Die Universität Bonn baut ihre Gründungsberatung in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Lebenswissenschaften (Life Sciences) aus: Mit dem neuen Start-up Center.NRW „U-Bo-LIFE-AI“ stärkt sie systematisch unternehmerisches Know-how sowie den Zugang zu Netzwerken von Investorinnen, Investoren und etablierten Unternehmen. Für den Aufbau und die Weiterentwicklung von „U-Bo-LIFE-AI“ erhält die Universität in den kommenden drei Jahren rund eine Million Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE).
Nierenerkrankungen früher erkennen
Etwa zehn Prozent der über 40-Jährigen in Deutschland leiden an einer chronischen Nierenerkrankung (CKD). Da die Erkrankung in frühen Stadien oft ohne Beschwerden verläuft, wird sie häufig erst spät diagnostiziert. Dies geht mit schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen und hohen Kosten für das Gesundheitssystem einher. Das neue Forschungsprojekt PRED(i)CKD setzt genau hier an: Es entwickelt einen innovativen Prognosescore, der Patientinnen und Patienten mit hohem Risiko durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Krankenkassendaten frühzeitig identifiziert. Ziel ist, eine bessere Behandlung.
Immunzellen erinnern sich an ihren Aufenthaltsort
Eine neue KI-gestützte Methode rekonstruiert, wo sich Immunzellen ursprünglich in einem Organ befunden hatten, selbst nachdem diese Zellen aus dem Gewebeverband gelöst und einzeln analysiert wurden. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn nutzen dafür das Transkriptom, also die Gesamtheit aller Boten-RNA-Manuskripte, die innerhalb einer Zelle zu einer bestimmten Zeit von den Genen produziert werden. Die Arbeit wurde jetzt in der Fachzeitschrift Advanced Science veröffentlicht und stellt den neuen Algorithmus MERLIN vor.
Prof. Christof Burger wird emeritiert
Prof. Christof Burger wird nach 26 Jahren am Universitätsklinikum Bonn (UKB) emeritiert. Er wechselte im Jahr 2000 nach Bonn und wurde 2008 berufen. In dieser Zeit hat er die Orthopädie und Unfallchirurgie strukturell und fachlich weiterentwickelt.
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