Universität Bonn

Medizinische Fakultät

Fortschritt in der retinalen Organoidforschung
Forschende aus Bonn und Basel haben eine neue Methode entwickelt, um menschliche retinale Organoide – kleine, im Labor gezüchtete Netzhautmodelle – mit künstlichen Blutgefäßstrukturen auszustatten. Diese vaskularisierten Netzhautorganoide, sogenannte vROs, zeigen eine bessere Funktion von Sehnervzellen und bilden erstmals vollständig funktionierende Lichtsignalwege von den Photorezeptoren bis zu den retinalen Ganglienzellen.
Jahresrückblick der medizinischen Fakultät
Die medizinische Fakultät blickt auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr 2025 zurück! 
Zeitreisen, Würfelspiele und Algorithmen: Entdeckungstour an der Uni Bonn
Am 31. Januar 2026 geht es für wissbegierige Jugendliche wieder auf Entdeckungstour rund um den Campus Poppelsdorf: Die Universität Bonn lädt 13- bis 19-Jährigen zu ihrer Wissenschaftsrallye ein. An verschiedenen Stationen können die Jugendlichen an Aufgaben und Experimenten aus naturwissenschaftlichen Fächern knobeln. Beginn ist ab 10 Uhr am Gebäude der Bodenwissenschaften im Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) an der Nußallee 13.
DNA-Tests von Darmpolypen verbessern den Einblick in erbliche Risiken
Bei fünf bis zehn Prozent der Darmkrebspatient*innen spielen erbliche Faktoren eine Rolle, wobei der Anteil bei jüngeren Personen höher ist. Forschungen des Radboud University Medical Center und des Universitätsklinikums Bonn (UKB) in Zusammenarbeit mit Forschenden aus München und Barcelona zeigen, dass die DNA-Analyse von Darmpolypen wichtige zusätzliche Informationen über die Entstehung dieser Polypen und von Darmkrebs liefert. Diese DNA-Analyse führt zu einer besseren Diagnose und Behandlung und bietet Betroffenen und ihren Familienangehörigen mehr Klarheit. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift „Gastroenterology“ veröffentlicht.
Ein Rätsel um das episodische Gedächtnis gelöst
Das menschliche Gehirn muss Gedächtnisinhalte mit den Umständen verknüpfen können, in denen diese auftreten. Bonner Forschende deckten nun auf, wie das menschliche Gehirn zwei unterschiedliche Gruppen von Neuronen nutzt, um Inhalt und Kontext getrennt voneinander zu speichern. Diese Nervenzellgruppen arbeiten koordiniert zusammen, um Erinnerungen zu formen, anstatt Signale in der Aktivität einzelner Zellen zu vermischen. Die Studienergebnisse sind jetzt im renommierten Fachjournal „Nature“ veröffentlicht.
Von vielen Menschen, Identität und Umwelt
Wie schauen Ärzte in Patienten hinein und welche Bilder entstehen dabei? Wie fasten Christen, Muslime und Juden? Was hat ein Bonner Stadtteil mit Schweinen zu tun? Kann die Erde 10.000.000.000 Menschen vertragen und der wievielte Mensch auf der Erde bin ich eigentlich? Das und noch viel mehr beantworten die Dozierenden in der nächsten Staffel der Kinderuni Bonn. Das Wintersemester mit sechs abwechslungsreichen Live-Vorlesungen startet am Montag, 12. Januar 2026 im Wolfgang-Paul-Hörsaal. Dr. Andrea Grugel, Leiterin Junge Uni: „Der Wolfgang-Paul-Hörsaal ist einer der größten an der Uni Bonn und an den Kinderuni-Montagen exklusiv für die Schülerinnen und Schüler reserviert. Es ist einfach eine besondere Atmosphäre in diesem Hörsaal. Erst recht, wenn er voll ist und alle gespannt warten, dass es losgeht. Dann fühlen sich die Kinderstudis wirklich wie ´echte´ Studierende, die den Hörsaal sonst füllen. Es ist toll, dass die Kinderstudis einen so typischen Ort des Studiums an unserer Uni erleben.“ Die Dozierenden und das Team der Jungen Uni laden alle acht- bis 13Jährigen ein, dabei zu sein, wenn Wissenschaft in 45 Minuten für Kinder verständlich präsentiert wird:
DFG bestätigt erfolgreiche Fortsetzung des Clinician Scientist-Programms Neuro-aCSis
Das Clinician Scientist-Programm Neuro-aCSis am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn wird in der 2. Förderperiode weiterhin von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Der Fortsetzungsantrag wurde positiv begutachtet, sodass das Programm seine Arbeit mit einer Förderung von rund 1,2 Millionen Euro fortsetzen kann.
Zwei Start-up-Projekte erhalten Millionenförderung
Zwei Projekte von Forschenden der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn (UKB) erhalten Fördergelder von jeweils bis zu einer Million Euro. Die Mittel aus dem Programm GO-Bio initial des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sollen für die Vermarktung von Forschungsergebnissen aus den Lebenswissenschaften eingesetzt werden, etwa durch Patentierung und Ausgründung von Start-ups.
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