Universität Bonn

Medizinische Fakultät

Schülerinnen und Schüler erkunden das 3R-Prinzip
Der internationale Tag des Versuchstiers am 24. April lenkt den Fokus auf Tiere in der Forschung: Warum sind Tierversuche in der Forschung nach wie vor nötig? Wie werden die Tiere gehalten? Welche Alternativen gibt es bereits? Schüler*innen des Fabritianum Gymnasiums Krefeld haben Anfang des Jahres die Universität Bonn und das Universitätsklinikum Bonn (UKB) besucht, um während einer Projektwoche medizinische Forschung, den damit verbundenen Einsatz von Tieren sowie Alternativen zu Tierversuchen kennenzulernen. Organisiert wurde die Woche vom 3R-Kompetenznetzwerk Nordrhein-Westfalen (NRW), einem Zusammenschluss der acht Medizinischen Fakultäten in NRW, dessen Geschäftsstelle an der Universität Bonn angesiedelt ist. Ziel des Netzwerkes ist es, medizinischen Fortschritt im Einklang mit optimalen Tierschutz zu ermöglichen und gezielt Forschung, Innovation und Ausbildung auf dem Gebiet zu fördern. 
Gehemmtes Zellrecycling führt zu Muskelschwäche
Myofibrilläre Myopathie Typ 6 (MFM6) ist eine seltene genetische Muskelerkrankung, die aufgrund einer Störung der Muskelproteinkontrolle zu einer schweren Muskelschwäche und einer drastisch verkürzten Lebenserwartung führt. Forschende des Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Universität Bonn entwickelten ein Mausmodell für die Erkrankung und konnten so zeigen, dass eine Störung im Zellrecycling, fachsprachlich Autophagie, der primäre Auslöser für das Krankheitsbild ist. Ihre Ergebnisse sind im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.
Fortbildungsreihe „Nachhaltigkeit im Labor“ 2026 startet ab Mai
Wie kann Abfalltrennung auch im Labor nachhaltig gelingen? Welche Bedeutung können IT-Infrastrukturen für eine ressourceneffiziente Forschung haben? Und welche konkreten Möglichkeiten bieten Uni und UKB bereits, um nachhaltiger Wissenschaft betreiben zu können?
Alternativen zu fetalen Kälberserum gesucht
Seit den 60er Jahren ist fötales Kälber Serum (FCS) der „Goldstandard“ in der Zellkultur. Es ist Hauptbestandteil vieler Nährmedien, die zur Aufzucht und Kultivierung tierischer Zellen außerhalb eines Organismus benötigt werden. Dies wird in der medizinischen Forschung genutzt, um zum Beispiel die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen zu unterstützen. In einem Online-Symposium am 30. April wird das Thema von mehreren Seiten beleuchtet und Impulse für eine mögliche Einsparung von FCS gegeben. 
Neues Verständnis der Herzregeneration
Für Kinder mit einer stark eingeschränkten Pumpfunktionsstörung des Herzens gibt es bisher wenige therapeutische Optionen. Seit kurzem wird die chirurgische Verengung der Pulmonalarterie eingesetzt, um das Herz gezielt zu „trainieren“. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn untersuchten den zugrundeliegenden Mechanismus. Sie konnten am Mausmodell zeigen, dass eine Druckbelastung im nachgeburtlichen Herzen regenerative Mechanismen in beiden Herzkammern auslöst, die die Zahl der Herzmuskel- und Gefäßzellen erhöhen. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im American Heart Association Journal „Circulation“ erschienen.
Studie zeigt dynamische Wechselwirkungen zwischen Hirntumoren und Immunzellen
Das Glioblastom, der häufigste und aggressivste Hirntumor bei Erwachsenen, ist schwer zu behandeln, da dieser Krebs in das umliegende Gehirngewebe eindringen und sich weit über das ursprüngliche Tumorgebilde hinaus ausbreiten kann. Forschende des DZNE, des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und des Exzellenzclusters „ImmunoSensation3“ an der Universität Bonn haben diesen Infiltrationsprozess mittels Hightech-Mikroskopie im lebenden Gehirn beobachtet. Ihre Studie beruht auf Untersuchungen an Mäusen mit einer Form von Gehirntumor, die dem menschlichen Glioblastom sehr nahekommt.
FEMHABIL: Neue Ausschreibungsrunde gestartet
Die Medizinische Fakultät vergibt aus Fakultäts- und Landesmitteln Förderungen zur Fertigstellung der Habilitation an hochqualifizierte Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen. Ziel ist es, dem nach wie vor bestehenden Gender Gap bei den Habilitationsabschlüssen zu begegnen.
Fettzellen spielen zentrale Rolle bei Vermeidungs-Lernen
Wenn Menschen oder Tiere etwas essen, was bei ihnen zu Unwohlsein führt, gehen sie danach dieser Nahrungsquelle aus dem Weg. Unklar war bislang, wie genau dieses Vermeidungs-Lernen erfolgt. Eine neue Studie zeigt, dass dabei die Kommunikation zwischen Hirn- und Fettzellen eine wesentliche Rolle spielen könnte. Die Beteiligten der Universitäten Bonn und Tohoku (Japan) sowie des Universitätsklinikums Bonn haben den zuvor unbekannten Mechanismus in der Fruchtfliege Drosophila aufgeklärt. Er könnte in ähnlicher Form auch in Säugetieren und sogar im Menschen existieren. Die Ergebnisse sind jetzt in der Zeitschrift Neuron erschienen. 
Wird geladen