Verhaltenskodex
Der Verhaltenskodex dient als grundlegen de Orientierung für die Lehre, das Studium und der Arbeit an der Medizinischen Fakul tät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Uni versität Bonn. Er soll sowohl Lehrenden als auch Studierenden und Mitarbeitenden aus verschiedenster Nationalität, Herkunft und Religionszugehörigkeit Sicherheit im gegen seitigen Umgang geben und eine vertrauens volle Lern-, Studien und Arbeitsatmosphäre schaffen.
Neue Forschungsverbünde stärken Universität Bonn
An der Universität Bonn wird ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) eingerichtet. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben. Das Verbundprojekt „FoodDiverse“ erforscht die Diversifizierung von Ernährungssystemen. Zudem ist die Universität an einem neuen SFB/Transregio zu Erzählungen aus vormodernen Zeiten und verschiedenen kulturellen Kontexten beteiligt. Zwei bereits bestehende SFB/Transregio werden für eine weitere Förderperiode verlängert. Transregios werden von mehreren antragstellenden Hochschulen gemeinsam getragen.
Diagnose: Zukunft – Medizin von morgen mitten in Bonn erleben
Ohne Vorkenntnisse realitätsnah operieren oder beobachten, wie das eigene Gehirn auf Rhythmen reagiert? Bei der Bonner Wissenschaftsnacht ist das bis in den späten Abend möglich. Dann verwandelt sich der Münsterplatz, das P26 und das Haus der Bildung in lebendige Orte der Begegnung zwischen transdisziplinärer Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Depression drückt die Vorfreude, nicht den Genuss
Der im Alltag empfundene und sehr belastende Verlust von Interesse oder Freude an normalerweise positiven Aktivitäten, ist ein Kernsymptom einer schweren Depression. Doch bisher ist es unklar, wie genau sich diese Anhedonie, auch bekannt als Belohnungsdefizit, manifestiert. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn sowie des Universitätsklinikums Tübingen haben herausgefunden, dass Personen mit Depressionen Essen nicht als weniger belohnend empfinden, wenn sie es tatsächlich konsumieren. Die Unterschiede zu Personen ohne Depression ergeben sich in der Erwartung: wie sehr sie etwas wollen, bevor sie es erhalten. Dieses verminderte Verlangen hängt auch mit dem klinischen Ausmaß der Anhedonie zusammen. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im Fachjournal „Cell Reports Medicine“ erschienen.
Exponat der Uni Bonn beim Parlamentarischen Empfang der MS Wissenschaft
Die MS Wissenschaft ist wieder unterwegs durch Deutschland, Österreich und Polen. Beim Parlamentarischen Empfang an Bord der MS Wissenschaft am 7. Mai in Berlin hat die Exzellenzuniversität Bonn ihr Exponat führenden Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft vorgestellt. Das Bundesministerium für Forschung, Transfer und Raumfahrt (BMFTR) und der Veranstalter Wissenschaft im Dialog hatte das Bonner Exponat als eines von nur drei aus den rund 30 Exponaten an Bord des Ausstellungsschiffes für den Abend ausgewählt.
Treiber von Entzündung nach leichter Kopfverletzung
Leichte Hirnverletzungen, wie sie bei Unfällen, Sport oder Gewalt häufig vorkommen, können zu anhaltenden Gedächtnisproblemen und Demenzrisiko führen. Doch bisher fehlen Therapien gegen diese Folgeschäden. Ein Forschungsteam unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben nun entdeckt: Das Protein ASC – ein Baustein von zellulären Notruf-Knöpfen – sorgt in Mäusen für langanhaltende Entzündungen im Gehirn bis zu 21 Tage nach der Verletzung. Das Forschungsteam erhofft sich durch die Aufklärung der Entzündungsmechanismen, die der traumatischen Hirnverletzung zugrunde liegen, Ansatzpunkte für zukünftige therapeutische Strategien. Die Arbeit im Journal of Clinical Investigation legt die Grundlage für zukünftige klinische Studien.
Fit für den richtigen Umgang mit Tabletten gegen Krebs
Wie können Krebspatient:innen am besten die Kompetenz erwerben, Informationen über ihre Medikamente zu finden, zu verstehen und daraus die richtigen Handlungen abzuleiten? Die Universitäten Bonn und Köln entwickeln und evaluieren gemeinsam digitale Schulungen für Patient:innen zum richtigen Umgang mit Krebsmedikamenten. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt „ANIMATE“ in den nächsten drei Jahren mit mehr als 370.000 Euro. Das Vorhaben startet im Mai.
Verstehen, wie Gene zusammenwirken
Wie bestimmen unsere Gene unser Aussehen und unsere Anfälligkeit für Krankheiten? Diese Frage steht im Mittelpunkt der biomedizinischen Forschung und heute können wir Tausende menschlicher Genome sequenzieren, um diese Gene zu finden. Gene arbeiten allerdings in komplexen Netzwerken zusammen. In einer großen transdisziplinären Zusammenarbeit machte sich ein internationales Team aus Genetikern und Bioinformatikern daran, eine sogenannten Genetische Interaktions(GI)-Karte einer menschlichen Zelle zu erstellen. Unter maßgeblicher Beteiligung des kanadischen Donnelly Centre, der University of Minnesota, des kanadischen Hospital for Sick Children, des Universitätsklinikums Bonn und der Universität Bonn konnte jetzt im Fachjournal Cell ein erster Entwurf veröffentlicht werden. Dieser deckt derzeit etwa 2,5 Prozent aller möglichen Genpaare ab.