Universität Bonn

Medizinische Fakultät

6 Besonderheiten des Programms

Das Neuro-aCSis Programm bietet neben der substantiellen Fördersumme zahlreiche weitere Vorteile und Unterstützungsmechanismen. Im Folgenden finden Sie über einige davon einen Überblick.

Garantierte Freistellung von klinischer Tätigkeit

Eine Förderung durch das Neuro-aCSis Programm umfasst eine geschützte Freistellung von 66% der Arbeitszeit für die Forschungstätigkeit. Hierzu wird vor Beginn der Förderung eine bindende Verpflichtungserklärung über die geschützte Forschungszeit durch die Klinikdirektion und die geförderte Person aufgesetzt. Zudem sichert die Klinikdirektion schriftlich zu, dass die entsprechenden klinischen Aufgaben der Person während der Förderperiode durch andere Mitarbeiter*innen übernommen werden.

Abweichungen von dieser Erklärung können direkt durch die CS-Vertretung im Executive Board an die Programmleitung gemeldet werden. Weiterhin wird jährlich im Rahmen von Zwischenevaluation auch die Einhaltung der geschützten Forschungszeit bewertet. Tandems mit erfahrenen Advanced Clinician Scientists sollen den Neuro-aCSis-Stipendiat*innen beim Zeitmanagement und der optimalen Nutzung der eigenen Forschungsmöglichkeiten helfen.

job.jpg
© colorbox.de
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© colorbox.de

Mentoringprogramm

Die CS werden über die gesamte Förderdauer durch ein zweiköpfiges Mentoring-Team begleitet. Dieses besteht aus einem / einer wissenschaftlichen und einem / einer externen klinischen Mentor*in.

Wissenschaftlich: Die Leitung des aufnehmenden Gastlabors / der kollaborierenden Klinik, an der das Forschungsprojekt durchgeführt wird, ist für die Betreuung des CS beim Erwerb der erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, die wissenschaftliche Karriereberatung und die Nutzung der erforderlichen Technologien verantwortlich. Sie beaufsichtigt das Erreichen wissenschaftlicher Meilensteine und unterstützt die Entwicklung wissenschaftlicher Fähigkeiten. Der wissenschaftliche Mentor berät auch bei der Planung von Anträgen auf außeruniversitäre Zuschüsse.

Klinisch: Diese Personen hat in der Regel selbst einen Clinician-Scientist-Hintergrund, ist jedoch selbst nicht am UKB tätig. So können die CS allgemeine Aspekte der Karriereplanung und des Managements der klinischen und wissenschaftlichen Arbeit diskutieren und mögliche Probleme besprechen, die bei der Arbeit in der Klinik oder im Forschungslabor auftreten.

Das Mentorenteam wird kontinuierlich Ratschläge und Rückmeldungen geben, die Fortschritte anhand vereinbarter Meilensteine bewerten und sicherstellen, dass der Assistenzarzt über ausreichend Zeit und Ressourcen für die klinische Ausbildung, die Forschung und die curriculare Ausbildung verfügt. Dieser Dialog wird über die Dauer des Neuro-aCSis-Programms hinaus fortgesetzt, so dass die Mentor*innen die Stipendiat*innen auf ihrem weiteren Karriereweg unterstützen können.

Qualifizierungsprogramm

Während des Förderungszeitraums erhalten die CS Zugang zu einem umfangreichen Qualifizierungsprogramm. Hierbei können sie aus verschiedenen Modulen auswählen und sich so das Programm auf ihre persönliche Bedürfnisse ausrichten. Während der dreijährigen Förderungen müssen insgesamt 12 Credit Points erreicht werden, davon 5 aus dem Portfolio "Akademische Kompetenzen", 5 aus dem Bereich der "Transferable Skills" und 2 durch die regelmäßige Teilnahme an einer neurowissenschaftlichen Vorlesungsreihe.

Die Sektion der Akademischen Kompetenzen umfasst unter anderem Kurse zur guten wissenschaftlichen Praxis sowie zu verschiedenen experimentellen Labortechniken und Methoden zur Datenverarbeitung. Im Bereich der Transferable Skills werden Kurse zu Didaktik und Rhetorik, zum Projektmanagement und zur Karriereplanung angeboten. Zudem gibt es spezifische Workshops zur Vorbereitung auf das Schreiben von Drittmittelanträgen. Im letzten Förderjahr besteht zudem die Möglichkeit zur Teilnahme an Fortbildungen zum Thema Führungsqualifikationen.

leader.jpg
© colorbox.de
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© colorbox.de

Wissenschaftliches Netzwerk

Die Begleitung der wissenschaftlichen und der persönlichen Karrieregestaltung ist ein zentraler Aspekt des Neuro-aCSis Programm. Durch ein jährlich stattfindendes Retreat erhalten die CS den adäquaten Rahmen, um ihre Forschungsprojekte und ihre persönliche Karriereentwicklung zu präsentieren und zu diskutieren. Die herausragenden Forschungsbedingungen an der Universitätsmedizin Bonn bieten zudem weitreichende Möglichkeiten, um sich in bereits existierende Forschungsverbünde einzubringen und zu vernetzen. Die CS werden zudem aktiv in bereits bestehende Journal und Data Clubs eingebunden. Weiterhein erhalten sie die Möglichkeit Seminarreihen zu verschiedenen Themen zu besuchen oder ihre Forschungergebnisse auf lokalen, themenspezifischen Konferenzen zu präsentieren.

Analog zum Young PI Network des Exzellenzclusters ImmunoSensation2 werden die CS auch motiviert, sich in einer eigenen Gemeinschaft zum wissenschaftlichen Austausch zu organisieren. Im Rahmen des bereits gut etablierten BONFOR-Symposiums wird es zudem einen halbtägigen Abschnitt spezifisch zu CS aus dem Neuro-aCSis Programm geben. Schließlich können sie sich um Mittel zur Teilnahme an internationalen Konferenzen oder zur Einladung von Gastsprechern aus dem Ausland bewerben.

Unkomplizierter Kontakt

Die Forschungszeit und auch die entsprechende finanzielle Förderung kann nur effektiv genutzt werden, wenn Probleme in der Projektplanung schnell gelöst werden. Gerade zu Beginn der Förderzeit werden die CS erfahrungsgemäß mit einer Vielzahl von insbesondere administrativen Hürden konfrontiert. Um hier schnell und unkompliziert Hilfestellung gewährleisten zu können, steht den Wissenschaftler*innen das Koordinationsbüro für Interne Förderungen als erste Anlaufstelle zur Verfügung.

Neben der Förderberatung bietet das Büro direkte Unterstützung bei Verwaltungsprozessen wie zum Beispiel Beschaffungen, Materialtransfer und Veranstaltungsplanung. Weiterhin ermöglicht es die direkte Vermittlung von kompetenten Ansprechpersonen und Kontaktstellen am UKB und der Universität Bonn.

advice.jpg
© colorbox.de
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© colorbox.de

Wissenschaftliche Eigenständigkeit

Geförderte CS dürfen die Sachmittel aus der Neuro-aCSis Förderung eigenständig und unabhängig verwalten. Zudem werden sie darin bestärkt, ihre Forschungsergebnisse eingeständig als Erst- oder, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, auch als Letztautor zu veröffentlichen.

Im zweiten Förderjahr haben sie zudem die Möglichkeit, sich über das BONFOR Programm um zusätzliche Mittel für eine Technische Assistenz oder eine Promovendenstelle zu bewerben. Selbstverständlich können die CS auch Drittmittelanträge bei der DFG oder anderen Förderorganisationen stellen. Diese Bemühungen werden durch die Förderberatung der Medizinischen Fakultät und der Universität Bonn aktiv unterstützt.

Schließlich werden der Dekan, der Ärztlicher Direktor des UKB und das Executive Board ein Komitee bilden, das die individuelle Karriere jedes Stipendiaten unterstützt, indem es langfristige Beschäftigungsmöglichkeiten und Karriereoptionen mit dem CS und der jeweiligen Leitung der klinischen Abteilung bespricht.

Wird geladen