Labore zählen zu den ressourcenintensivsten Bereichen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen – mit hohem Energie- und Materialverbrauch sowie besonderen Anforderungen an Technik und Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund gewinnen Green Lab-Konzepte und -Zertifizierungen zunehmend an Bedeutung, um Nachhaltigkeit systematisch im Wissenschaftsbetrieb zu verankern.
Diesem Thema widmete sich die zweitägige Fachtagung der DG HochN und Uni Göttingen vergangene Woche in Göttingen. Vorgestellt wurden bereits etablierte Ansätze, Zertifizierungsmöglichkeiten und Best Practices-Beispiele für einen nachhaltigen Laborbetrieb und Forschungsalltag. Darunter auch anerkannte Zertifizierungsprogramme wie MyGreenLab oder LEAF – letzteres bereits seit über 1 Jahr auch an der Universität Bonn und dem UKB vertreten.
Zu der Tagung erschienen zahlreiche Akteur*innen und Koordinator*innen nachhaltiger Laborkonzepte und –Einrichtungen sowie Jene, die an einer aktiven Mitgestaltung eines nachhaltigen Forschungsalltags interessiert sind.
Neben spannendem Input, wie Nachhaltigkeit praxisnah im Laboralltag gelingen kann und was es braucht, um langfristige Verbesserungen des CO2-Ausstoßes oder bei der Ressourceneinsparung von Forschungseinrichtungen zu erlangen, sorgten regelmäßig angelegte Austausch-Sessions unter den Teilnehmenden für eine niederschwellige Vernetzung und das Teilen eigener Erfahrungswerte sowie Ideen untereinander.
Darüber hinaus wurden bereits vorhandene Netzwerke, wie das Green Lab Netzwerk, oder das neue Pilotprojekt der Plattform SparkHub, für eine bereichsübergreifende Nachhaltigkeitsstrategie in der Forschung, vorgestellt.
Der Ausblick der gesamten Tagung für eine nachhaltige Forschungspraxis der Zukunft: Labore sind ein zentrales Handlungsfeld für die Institutionalisierung nachhaltiger Maßnahmen, denn Forschung ist durchaus ressourcenintensiv und muss in den Nachhaltigkeitsstrategien ihrer Einrichtungen zwingend mit einbezogen werden. Dabei sollte ihr Potential möglicher Verbesserungen für die Umwelt nicht unterschätzt und vor allem strategisch sinnvoll angegangen werden, indem insbesondere die Motivation und die Wirksamkeit nachhaltiger Laborpraktiken hervorgehoben wird.
Detailierte Informationen sowie alle Inhalte finden Sie auch noch einmal gesammelt auf der DG HochN-Wikipage.