Universität Bonn

Medizinische Fakultät

3D-Druck, Digitalisierung und Diagnostik im Fokus

3D-Druck von Gefäßen, Feindiagnoseverfahren von Asthma, eine verbesserte Messung des Blutflusses oder die digitale Zukunft der Sportmedizin – diese innovativen Validierungsprojekte fördert das Transfer Center enaCom in diesem Jahr mit Prototypisierungsgrants. Die vier Wissenschaftler:innen-Teams der Universität und des Universitätsklinikums Bonn entwickeln und validieren damit ihre innovativen Forschungsergebnisse für geplante Vermarktungen. Die in diesem Jahr erstmalig vergebenen Grants werden auch für 2023 wieder vom Transfer Center ausgeschrieben. Anträge für eine Förderung bis zu 50.000 Euro können bis 15. Oktober 2022 gestellt werden.

Schaltkreise zum Überleben

Mit Künstlicher Intelligenz das Gehirn verstehen – das ist das große Forschungsziel von Dominik Bach, seit April dieses Jahres Hertz-Professor im Transdisziplinären Forschungsbereich „Leben und Gesundheit“ der Universität Bonn. Bei einem internationalen Symposium rund um seine Antrittsvorlesung sprachen er und einige seiner Kolleginnen und Kollegen jetzt über ihre Forschung an der Schnittstelle zwischen Neurowissenschaften, Mathematik und Informatik.

Neuer Studiengang Hebammenwissenschaft gestartet

Der erste duale Studiengang Hebammenwissenschaft startet zum Wintersemester 2022/23 an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Bonn (UKB). In der heutigen Einführungsveranstaltung werden die 54 neuen Studentinnen begrüßt. Sie erhalten Einblicke über den Ablauf des neuen Studiengangs und die Einsatzorte am UKB.

Einladung zur fakultativen Veranstaltung „Meet the Dean“

Save the Date: 17.11.2022 um 16 Uhr

Ort: Hörsaal DZNE oder via Zoom

Medizinische Fakultät fördert Innovationen mit 60.000 Euro

Wie lassen sich wissenschaftliche Erkenntnisse in Anwendungen überführen? Der erste Pitch-Wettbewerb der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn fand am Universitätsklinikum Bonn statt. Zehn verschiedene Teams stellten in kurzen Vorträgen ihre Geschäftsidee einer fünf-köpfigen Jury, bestehend aus Risikokapitalgebern, vor. Die ersten drei Teams wurden mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 60.000 Euro gewürdigt. Der Pitch Wettbewerb, organisiert vom Transfer-Team der Medizinischen Fakultät, fand im Rahmen des MIB (Medical Imaging Center Bonn) Future Panel 2022 statt, bei dem neueste Innovationen mit Kolleginnen und Kollegen der Wissenschaft und Industrie diskutiert wurden.
 

Fisch soll bei der Suche nach MS-Medikamenten helfen

Der Zebrafisch dient Forschenden rund um den Globus als Modell-Organismus: An ihm lassen sich viele wichtige Prozesse studieren, die auch im menschlichen Körper in ähnlicher Form stattfinden. Er wird daher auch für die Fahndung nach möglichen Wirkstoffen gegen Krankheiten genutzt. Forschende der Universität Bonn haben dazu nun einen innovativen Weg beschrieben. Dabei werden die Larven ein Stück weit „menschenähnlicher“ gemacht. Durch diese Humanisierung könnte die Wirkstoff-Suche deutlich effizienter werden. Die Ergebnisse der Pilotstudie sind in der Zeitschrift Cell Chemical Biology erschienen.

Symposium MIB Future Panel 2022

Das diesjährige Schlüsselevent für medizinische Bildgebung – initiiert vom Kompetenzzentrum Medical Imaging Center Bonn (MIB) des Universitätsklinikums Bonn (UKB) – brachte heute ca. 200 namhafte Forscher*innen und Vertreter*innen aus Industrie sowie Start-Ups zusammen. Im Fokus des Kongresses stand der Einsatz von Bildgebung und Künstlicher Intelligenz sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der klinischen Praxis. Die präsentierten Forschungsergebnisse sowie Best-Practice-Beispiele bestätigen: KI verfügt über ein immenses Potenzial, bestimmte Bereiche der medizinischen Bildgebung nachhaltig zu revolutionieren. Unter anderem in der Radiologie und Ophthalmologie erweist sich der Einsatz von KI-gestützten Systemen als vielversprechend: Dies reicht von der blitzschnellen Verarbeitung eines stets wachsenden Umfangs komplexer Daten bis hin zur spürbar einfacheren Dateninterpretation für eine sicherere Diagnostik.

Stimulation des Vagusnervs verstärkt die Kommunikation zwischen Magen und Gehirn

Das Nervensystem nimmt Sinnesreize auf, verarbeitet sie und löst Reaktionen wie Muskelbewegungen oder Schmerzempfindungen aus. Vor einigen Jahren wurde ein Netzwerk im Gehirn identifiziert, das mit den Signalen des Magens gekoppelt ist und vermutlich das menschliche Hunger- und Sättigungsgefühl beeinflusst. Nun konnte ein Forschungsteam um Prof. Dr. Nils Kroemer der Universitätsklinika Tübingen und Bonn erstmals zeigen, dass eine nicht-invasive Stimulation des Vagusnervs am Ohr die Kommunikation zwischen Magen und Gehirn innerhalb von Minuten verstärken kann. Die Studienergebnisse sind aktuell in der renommierten Fachzeitschrift Brain Stimulation publiziert.

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