Simulations-Personen-Programm
Die Methode, mit Simulationspersonen im Studium der Humanmedizin zu arbeiten, wurde in den 1960er Jahren in den USA entwickelt. Sie dient dem Training der ärztlichen Gesprächsführung und wird zwischenzeitlich auch vermehrt in der Aus- und Weiterbildung sowie dem Studium sowie der Ausbildung weiterer Gesundheitsberufe genutzt. Informieren Sie sich über unser Angebot von der Ausbildung der Darsteller*innen bis zur Wirkung bei den Studierenden.
Allgemeine Informationen
Das Simulations-Personen-Programm (SPP) ist eine wichtige Säule des Bonner Longitudinalen Curriculums Kommunikation (BonnKomm). Wir unterstützen mit unseren ausgebildeten Simulationspersonen (SP) praktische Übungen und Prüfungen zu kommunikativen, interaktiven und sozialen Kompetenzen für Studierende der Medizinischen Fakultät.
Die Studierenden erhalten durch simulierte Gespräche die Möglichkeit, Gesprächsführungstechniken in verschiedenen Gesprächssituationen ihres zukünftigen beruflichen Alltags in einem geschützten Raum zu trainieren.
Neben den Lehr- und Prüfungsveranstaltungen im Studium können unsere Simulationspersonen auch für fakultätsinterne Weiterbildungsangebote wie DotMed angefragt werden.
Schulungen
Vor ihrem Einsatz als Simulationsperson werden unsere Darsteller*innen umfassend vorbereitet. Diese spezifischen SP-Schulungen decken folgende Schwerpunkte ab:
- Feedbacktraining
- spezifisches Rollentraining
- allgemeines Schauspieltraining
- ggf. Umgang mit einem Videokonferenzsystem
In Vorbereitung auf die Moderation von Simulationsgesprächen werden zukünftig spezifische Schulungen für Lehrende angeboten.
33
Lehrveranstaltungen und Prüfungen
1.285
Einsatzstunden in 2025
54
aktive Simulationspersonen
Tätigkeitsbereiche für Simulationspersonen
Wir legen im Sinne des Masterplans Medizinstudium 2020 sowie des Referentenentwurfs zur neuen Approbationsordnung Wert auf eine praxisnahe Ausbildung der Studierenden.
Inhaltlich wird den Studierenden in den Simulationsgesprächen von einfachen und grundlegenden Gesprächsführungstechniken bis hin zum Überbringen ernster Nachrichten ein breites Spektrum angeboten.
Das simulierte Gespräch mit ausgebildeten Simulationspersonen bietet einen großen Vorteil gegenüber einer realen Gesprächssituation: Die Simulation kann an wichtigen Stellen angehalten, sofort analysiert und danach fortgesetzt werden.
Der Tätigkeitsbereich der Simulationspersonen umfasst die folgenden Studiengänge:
- Humanmedizin
- Zahnmedizin
- Hebammenwissenschaft
Zudem sind die Simulationspersonen in die Erstellung von Lehr- und Schulungsvideos für Studierende eingebunden. In der konkreten Umsetzung hierbei unterstützt Sie das E-Learning-Team.
Wirkung der Simulationsgespräche
Nach dem Abschluss des Simulationsgesprächs erhalten die Studierenden ein direktes Feedback zu ihrem Kommunikationsverhalten. Hierbei verwenden wir in der Regel ein 360° Feedback:
- kurze Selbsteinschätzung des Studierenden zum geführten Gespräch
- Feedback der Kommiliton*innen
- Feedback der Simulationspersonen aus Rollensicht
- Feedback des/der Dozent*in
Den Studierenden wird so die Möglichkeit zur Selbstreflexion und damit zur persönlichen Weiterentwicklung ihrer Kompetenzen gegeben.
Netzwerke
Wir beteiligen uns aktiv an zwei Netzwerken, die sich mit der Weiterentwicklung, Qualitätssicherung und Standardisierung der Simulations-Personen-Programme beschäftigen. Durch diese Netzwerkarbeit möchten wir ein einheitlich hohes Niveau bei der Arbeit mit Simulationspersonen erreichen.
Auf der Ebene der Bundesländer sind wir dem Netzwerk NRW SPProgramme angeschlossen.
Über den Ausschuss Simulationspersonen der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) sind wir mit anderen Simulations-Personen-Programmen im deutschsprachigen Raum (Deutschland – Österreich – Schweiz) vernetzt.
Informationen für Bewerber (m/w/d)
Wir suchen aktuell interessierte und zuverlässige Personen aus der Region Bonn, die insbesondere unsere Arbeit im Studiengang Hebammenwissenschaft unterstützen möchten. Neben Einsätzen in Kommunikationskursen werden auch praktische Skilltrainings sowie Prüfungen mit der Unterstützung von Simulationspersonen durchgeführt. Hierbei kommen zusätzlich Modelle und Simulatoren zum Einsatz.
Für die weiteren Studiengänge ist unser SP-Pool gut aufgestellt, so dass nur noch vereinzelt Personen aus Bonn, die Patient*innenrollen oder Angehörigenrollen darstellen möchten, aufgenommen werden können.
Zunächst erhalten Sie von uns in einer Informationsveranstaltung per ZOOM mit weiteren Interessierten einen Überblick zum Simulations-Personen-Programm. In einem drauf folgenden verpflichtenden Probetraining besteht die Möglichkeit für ein persönliches Kennenlernen in Präsenz.
Sie übernehmen als Simulationsperson eine wichtige Rolle im Erfahrungslernen unserer Studierenden, Auszubildenden und Mitarbeiter*innen. Die Einsatzzeiten sind unterschiedlich vormittags oder nachmittags, teilweise auch ganztags.
Sie haben Interesse und möchten sich bei uns zur Verstärkung unseres SP-Pools bewerben? Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf und lassen Sie sich gegebenenfalls auf unsere Warteliste setzen.
Kontakt
Axel Hinz
Regisseur, Schauspieler & Theaterpädagoge
Sprechzeiten
Dienstag, Donnerstag & Freitag
Michael Weber
Theaterpädagoge BuT®
Sprechzeiten nach Vereinbarung
Ihr Weg zu uns
Studiendekanat der Medizinischen Fakultät
Venusberg-Campus 1, Gebäude 33, 53127 Bonn