Den musikalischen Rahmen gestaltet ein mehr als 100-köpfiges Ensemble aus Projektorchester und Chor sowie eine Pop-Band um Sängerin Leonora, Finalistin des deutschen Vorentscheids zum Eurovision Song Contest. „Unser Programm führt durch die Musikgeschichte – von Beethoven über Sting und AC/DC bis hin zum Soundtrack aus Star Wars“, erklärt Privatdozent Dr. Theodor Rüber, Neurologe am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und Forschender an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn. Er ist Leiter des UKB-Chors und Initiator von „Noten und Neuronen“. „Außerdem freuen wir uns sehr auf Musiker JORIS.“
Erlebbare Medizinforschung
Das Publikum wird bei der Veranstaltung aktiv eingebunden: Es kann nicht nur mitsingen und mitklatschen, sondern über eine spezielle App auch sein Musikwissen testen und an einem Live-Experiment teilnehmen. „Musik kann starke Emotionen auslösen – doch wie beeinflusst sie unser Erinnerungsvermögen? Wie hängen Musik, Gefühle und Gedächtnis zusammen? Diesen Fragen möchten wir gemeinsam mit dem Publikum auf den Grund gehen“, erläutert die Neuropsychologin Prof. Dr. Daniela Sammler, Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik (MPIEA) in Frankfurt am Main.
„Wir wollen die Kraft der Musik aus neurowissenschaftlicher Sicht erlebbar und wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagt Prof. Dr. Bernd Weber, Dekan der Medizinischen Fakultät Bonn, die gemeinsam mit dem UKB die organisatorische Federführung innehat. „Neben mitreißender Musik bieten wir kurze Talks von Top-Fachleuten aus der Hirnforschung und zeigen ein Exemplar des weltweit ersten mobilen Hirnscanners in Aktion – ein handfestes Beispiel für die Medizin der Zukunft.“
„Musik kann die Gesundheit auf vielfältige Weise fördern, sie ist ein lebendiges Vehikel der Demenzprävention,“ so Prof. Dr. Joachim Schultze, Systemmediziner und wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). „Ob beim Spielen eines Instruments, beim Hören oder Singen: Musik aktiviert das Gehirn. Gemeinsames Musizieren in einer Band, einem Orchester oder im Chor verbindet Menschen und fördert die soziale Interaktion – ein Schlüsselfaktor für ein gesundes Gehirn. Wir freuen uns, wenn sowohl diese Erkenntnisse als auch der musikalische Funke auf das Publikum überspringen – wie schon beim Tournee-Auftakt.“
Karten sind erhältlich via Eventfrog.