Universität Bonn

Medizinische Fakultät

17. September 2026

Bonner Event mit Sänger JORIS lässt Musik und Hirnforschung zusammenspielen Bonner Event mit Sänger JORIS lässt Musik und Hirnforschung zusammenspielen

„Noten und Neuronen“ lädt zum Konzert im Telekom Forum

Am 18. Oktober geht die Konzertserie „Noten und Neuronen: Musik für die Gehirngesundheit“ im Bonner Telekom Forum in die nächste Runde. Die populärwissenschaftliche Veranstaltungsreihe kombiniert Live-Musik aus Pop, Klassik und Hollywood mit Einblicken in die aktuelle Hirnforschung – inklusive Experimente zum Mitmachen und Hirnscanner auf der Bühne. In Bonn ist außerdem Singer-Songwriter JORIS als „Special Guest“ dabei. „Noten und Neuronen“ ist eine gemeinsame Initiative von Forschungseinrichtungen aus Bonn und Frankfurt anlässlich des Wissenschaftsjahres 2026 – Medizin der Zukunft. Im Fokus steht die Wirkung von Musik auf das menschliche Gehirn und die geistige Fitness. Die Reihe tourt durch verschiedene Städte und war im Juli in Köln gestartet. Bonn ist die zweite Station.

Singer-Songwriter JORIS.
Singer-Songwriter JORIS. © Quelle: Janis Wetzel
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Den musikalischen Rahmen gestaltet ein mehr als 100-köpfiges Ensemble aus Projektorchester und Chor sowie eine Pop-Band um Sängerin Leonora, Finalistin des deutschen Vorentscheids zum Eurovision Song Contest. „Unser Programm führt durch die Musikgeschichte – von Beethoven über Sting und AC/DC bis hin zum Soundtrack aus Star Wars“, erklärt Privatdozent Dr. Theodor Rüber, Neurologe am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und Forschender an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn. Er ist Leiter des UKB-Chors und Initiator von „Noten und Neuronen“. „Außerdem freuen wir uns sehr auf Musiker JORIS.“

Erlebbare Medizinforschung

Das Publikum wird bei der Veranstaltung aktiv eingebunden: Es kann nicht nur mitsingen und mitklatschen, sondern über eine spezielle App auch sein Musikwissen testen und an einem Live-Experiment teilnehmen. „Musik kann starke Emotionen auslösen – doch wie beeinflusst sie unser Erinnerungsvermögen? Wie hängen Musik, Gefühle und Gedächtnis zusammen? Diesen Fragen möchten wir gemeinsam mit dem Publikum auf den Grund gehen“, erläutert die Neuropsychologin Prof. Dr. Daniela Sammler, Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik (MPIEA) in Frankfurt am Main.

„Wir wollen die Kraft der Musik aus neurowissenschaftlicher Sicht erlebbar und wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagt Prof. Dr. Bernd Weber, Dekan der Medizinischen Fakultät Bonn, die gemeinsam mit dem UKB die organisatorische Federführung innehat. „Neben mitreißender Musik bieten wir kurze Talks von Top-Fachleuten aus der Hirnforschung und zeigen ein Exemplar des weltweit ersten mobilen Hirnscanners in Aktion – ein handfestes Beispiel für die Medizin der Zukunft.“

„Musik kann die Gesundheit auf vielfältige Weise fördern, sie ist ein lebendiges Vehikel der Demenzprävention,“ so Prof. Dr. Joachim Schultze, Systemmediziner und wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). „Ob beim Spielen eines Instruments, beim Hören oder Singen: Musik aktiviert das Gehirn. Gemeinsames Musizieren in einer Band, einem Orchester oder im Chor verbindet Menschen und fördert die soziale Interaktion – ein Schlüsselfaktor für ein gesundes Gehirn. Wir freuen uns, wenn sowohl diese Erkenntnisse als auch der musikalische Funke auf das Publikum überspringen – wie schon beim Tournee-Auftakt.“

Karten sind erhältlich via Eventfrog.

„Noten und Neuronen: Musik für die Gehirngesundheit“ ist eine gemeinsame Veranstaltungsserie der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn, des Universitätsklinikums Bonn (UKB), des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (MPIEA) und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Sie wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2026 – Medizin der Zukunft gefördert. 

Die Reihe umfasst insgesamt sechs Konzerte. Weitere Veranstaltungen finden im November und Dezember in Berlin, München, Dortmund und wiederum Bonn statt.

Infos und Termine: www.notenundneuronen.de

Weitere Informationen:
Zur Wirkung von Musik auf das Gehirn
Fragen an Prof. Dr. Joachim Schultze, DZNE
Fragen an Prof. Dr. Daniela Sammler, MPIEA

Medienkontakt
Dr. Marcus Neitzert
Presse
marcus.neitzert@dzne.de
+49 228 43302-267

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